Soofi – Sovereign Open Source Foundation Models

Ein offenes KI-Sprachmodell für die Industrie

Startschuss für die erste Release-Phase

Mit der Soofi-Modellfamilie entsteht eine transparente Alternative zu außereuropäischen KI-Modellen – für Unternehmen, Verwaltung, Forschung und Start-ups. Mit der Veröffentlichung des Pretraining-Tech-Reports zu »Soofi S« ist der erste Meilenstein des Projekts erreicht. Das Modell erscheint sowohl als Basismodell als auch mit Instruction-Tuning und bildet das Fundament für weitere, größere Soofi-Modelle – darunter spezialisierte Varianten für Dialog-, Reasoning- und Agentenanwendungen. »Soofi S« wird dort eingesetzt werden können, wo KI-Anwendungen nachvollziehbar, anpassbar und auf eigener oder souveräner Infrastruktur betrieben werden sollen.

Aktuell im Praxistest mit Industriepartnern

»Soofi S« wird derzeit gemeinsam mit ausgewählten Industriepartnern getestet und weiter optimiert. So sammeln wir früh Erfahrungen aus echten Einsatzkontexten und richten das Modell gezielt an den Anforderungen aus der Wirtschaft aus. Mit der Veröffentlichung steht »Soofi S« dann allen Interessierten frei zur Verfügung.

+++ Unser kleines Entwicklerteam kann Feedback aus der Open-Source-Community erst nach Abschluss dieser Testphase entgegennehmen. Bis dahin ist der freie Zugriff bewusst eingeschränkt (Closed Beta). Wir wissen, dass viele von euch »Soofi S« ausprobieren möchten, und melden uns bei allen Interessierten, sobald ein erweitertes Testing möglich ist. Wir freuen uns darauf, das Modell gemeinsam mit der Community sowie weiteren interessierten Unternehmen und Organisationen noch besser zu machen. Vielen Dank für euer Verständnis! Anfragen gerne an: contact@soofi.info +++

Open-Source

Die technische Dokumentation umfasst:

  • Modellgewichte 
  • Trainingsmethodik
  • Datenaufbereitung 
  • eingesetzte Datenpipelines

Damit wird »Soofi S« für Unternehmen, Behörden und Forschung prüfbar und für spezifische Anwendungsfelder anpassbar.

 

Datenmischung und Effizienz

  • Mit 27 Billionen Token trainiertes 30B Mixture-of-Experts-Hybrid-Mamba-Modell 
  • für Deutsch und Englisch (starker Fokus auf Deutsch)
  • nur 3B von 30B Parametern aktiv, wodurch es weniger Rechenleistung verbraucht
  • stärkstes vollständig offenes Modell seiner Größenordnung, hält mit oder übertrifft Benchmarks für Deutsch und Englisch (vor Olmo 3 32B und Apertus 70B)

Europäische Infrastruktur

  • Compute: Trainiert auf der souveränen Industrial AI Cloud der Telekom in München
  • Architektur: Das Team forscht aktuell an eigenen Architekturen als weiteren Baustein eines europäischen Modell-Stacks. »Soofi S« nutzt die Open-Source Architektur Nemotron 3 Nano von NVIDIA.

 

Technische Infos & Forschung

 

Pretraining Tech-Report

Alle technischen Infos zu den Ergebnissen des Pretrainings von »Soofi S«.

Testen des Modells

Das kleine Entwicklerteam kann das Feedback der Open-Source-Community erst nach der aktuellen Testphase mit der Industrie entgegennehmen. Wir informieren alle Interessierten über die Freischaltung von »Soofi S«. Anfragen an: contact@soofi.info

 

Forschung Generative KI

Welche Schwerpunkte hat das Fraunhofer IAIS in der Entwicklung und Spezialisierung generativer Modelle? In welchen Forschungskooperationen und -projekten arbeiten wir? Antworten finden Sie auf unserer Forschungsseite Generative KI.

Über Soofi

Sovereign Open Source Foundation Models

Soofi (Sovereign Open Source Foundation Models) ist ein deutsches und europäisch eingebettetes Konsortialprojekt zur Entwicklung souveräner KI-Basismodelle. Gemeinsam arbeiten führende deutsche Forschungseinrichtungen, Universitäten und KI-Start-ups in einem Konsortium an der Entwicklung souveräner Open-Source Foundation Models. Die Partner bringen ihre Expertise aus KI-Forschung, Open-Source-Entwicklung und praktischer Anwendung ein.

Fraunhofer IAIS: Dr. Nicolas Flores-Herr, Dr. Mehdi Ali, Dr. Michael Fromm, Dr. Max Lübbering Fraunhofer IIS: Jan Plogsties, Dr. Viktor Hangya, Dr. Lucas Weber Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz: Prof. Dr. Antonio Krüger, Prof. Dr. Philipp Slusallek, Dr. Daniel Porta, Dr. Simon Ostermann Julius-Maximilians-Universität Würzburg, CAIDAS: Prof. Dr. Andreas Hotho, Jan Pfister, Julia Wunderle Leibniz Universität Hannover, Forschungszentrum L3S: Prof. Dr. Wolfgang Nejdl, Dr. Simon Gottschalk Technische Universität Darmstadt, hessian.AI: Prof. Dr. Kristian Kersting, Ruben Härle, Lukas Helff, Maurice Kraus, Sebastian Sztwiertnia Berliner Hochschule für Technik: Prof. Dr. Alexander Löser, Tom Röhr Ellamind: Dr. Jan Philipp Harries, Björn Plüster, Maximilian Idahl Merantix Momentum: Dr. Stefan Dietzel, Dr. Patrick Putzky, Dr. Martin Genzel

Unser Fraunhofer-Team vom IAIS: Mehdi Ali, David Fitzek, Nicolas Flores-Herr, Markus Frey, Michael Fromm, Alex Jude, Abbas Goher Khan, Joachim Köhler, Max Lübbering, Nora Malke, Timm Ruland, Richard Rutmann, Daniel Steinigen, Roman Teucher, Alexander Weber, Ines Wendler, Oscar Dean

Koordiniert wird das Konsortium vom KI Bundesverband. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (PCEI-CIS / 8ra).

FAQ

  • Soofi (Sovereign Open Source Foundation Models) ist ein deutsches Konsortialprojekt zur Entwicklung souveräner, offener KI-Basismodelle für Europa. Ziel ist es, Unternehmen, Mittelstand, Verwaltung, Forschung und Start-ups transparente und unabhängige Alternativen zu außereuropäischen KI-Modellen zu bieten.

    Soofi wird von einem Konsortium aus führenden deutschen Forschungseinrichtungen, Universitäten und KI-Start-ups getragen: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI, Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltung IIS, TU Darmstadt, Universität Würzburg, Berliner Hochschule für Technik, L3S Research Center der Leibniz Universität Hannover sowie Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz. Dazu kommen die Start-ups ellamind und Merantix Momentum. Die Konsortialführung liegt beim KI-Bundesverband. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen der europäischen IPCEI-CIS/8ra-Initiative.

  • »Soofi S« ist das erste Modell der Soofi-Modellfamilie: ein 30-Milliarden-Parameter-Modell mit hybrider Mamba-Transformer-Architektur als Mixture-of-Experts (MoE), bei dem pro Token nur rund drei Milliarden Parameter aktiv sind. Trainiert wurde es mit 27 Billionen Token mit Schwerpunkt auf Deutsch und Englisch. Veröffentlicht wird zunächst das Basismodell.

    Ein Basismodell hat das Vortraining durchlaufen und dient als Ausgangspunkt für eigene Anpassungen. Genau darin liegt sein Wert: Wissenschaft, Industrie und öffentliche Hand können darauf eigene Modelle für ihre Fachdomäne und ihre Aufgaben aufbauen. Wer beim Basismodell ansetzt, behält die volle Kontrolle über jeden weiteren Schritt. Für Forschung und Domänenanpassung ist das Basismodell die entscheidende Veröffentlichung.

    Ein instruktionsoptimiertes Modell (Post-Training) folgt zu einem späteren Zeitpunkt. Es richtet sich an alle, die »Soofi S« einsetzen wollen. Beide Varianten bilden das Fundament für weitere, größere Soofi-Modelle, darunter spezialisierte Varianten für Dialog-, Reasoning- und Agentenanwendungen.

  • »Soofi S« nutzt die offen publizierte Referenzarchitektur von Nemotron 3 Nano. So konnte in wenigen Monaten ein leistungsfähiges Modell trainiert werden. Parallel forschen wir an eigenen Architekturen als weiteren Baustein eines souveränen europäischen Modell-Stacks. Mixture of Experts (MoE) bedeutet, dass das Modell insgesamt 30 Milliarden Parameter besitzt, aber bei jeder Anfrage nur einen kleinen Teil davon aktiviert (rund 3 Milliarden). Das senkt den Rechenaufwand und die Hardwareanforderungen bei gleichbleibender Leistungsfähigkeit erheblich. In Kombination mit der hybriden Mamba-Transformer-Architektur bleibt die Verarbeitungsgeschwindigkeit auch bei sehr langen Texten nahezu konstant, was »Soofi S« besonders im industriellen Einsatz effizient macht.

  • Soofi verfolgt einen konsequent offenen Ansatz: Neben den Modellgewichten werden ausgewählte Zwischen-Checkpoints, der Trainings- und Evaluationscode sowie ein detailliertes Dateninventar veröffentlicht. Die Soofi-Modellfamilie soll nach Fertigstellung, Testung durch Unternehmen und Passieren aller erforderlichen Release Gates unter einer permissiven Lizenz veröffentlicht werden. Die bewusste Entscheidung für einen Open-Source-Ansatz ist ein zentrales Element der Souveränitätsstrategie des Projekts.

  • »Soofi S« wurde auf der Industrial AI Cloud der Deutschen Telekom in München trainiert, die gemeinsam mit NVIDIA aufgebaut und im Februar 2026 in Betrieb genommen wurde. Wir nutzten bis zu 512 NVIDIA-B200-GPUs – 64 DGX-B200-Knoten mit je acht GPUs – über rund 253.000 GPU-Stunden zwischen dem 24. März und dem 13. Mai 2026. Damit war »Soofi S« einer der ersten großen Trainings-Runs auf dieser neuen souveränen Infrastruktur im HPC-Maßstab. Das Münchner Rechenzentrum wird vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben, mit Wasser aus dem nahegelegenen Eisbach gekühlt und ist in ein Abwärmekonzept eingebunden, das den umliegenden Tucherpark mitversorgt.

  • »Soofi S« wird aktuell im Rahmen von Betatests der IPCEI-CIS/8ra-Initiative getestet – einem europäischen Vorhaben mit über 100 Partnern aus Industrie, Mittelstand und Forschung in zwölf EU-Staaten. Die Veröffentlichung wird so bald wie möglich erfolgen.

  • Souveränität bedeutet für Soofi, dass europäische Organisationen KI-Technologie einsetzen können, ohne sich in dauerhafte Abhängigkeit von einzelnen außereuropäischen Anbietern zu begeben. Konkret heißt das: »Soofi S« wurde vollständig auf europäischer Infrastruktur trainiert (Industrial AI Cloud der Deutschen Telekom in München), die Trainingsdaten und -methoden sind dokumentiert und nachvollziehbar, und das Modell kann auf eigener Hardware betrieben werden. Unternehmen und Behörden behalten so die Kontrolle über ihre Daten, ihre Wertschöpfung und ihre technologische Unabhängigkeit.

    »Soofi S« nutzt die offen publizierte Referenzarchitektur von Nemotron 3 Nano. So konnte in wenigen Monaten ein leistungsfähiges Modell trainiert werden. Parallel forschen wir an eigenen Architekturen als weiteren Baustein eines souveränen europäischen Modell-Stacks.

  • Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert Soofi mit rund 20 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen der europäischen IPCEI-CIS/8ra-Initiative und wird durch Mittel der Europäischen Union (NextGeneration EU) kofinanziert.