KI-Agentensysteme im Schockraum

Intelligente Assistenz in der Schwerstverletztenversorgung

Die Versorgung schwerverletzter Patientinnen und Patienten im Schockraum ist ein hochkomplexer und zeitkritischer Prozess, der höchste Anforderungen an das medizinische Team stellt. Unsere KI-Agenten können Ärzte und Ärztinnen in Extremsituationen entlasten. Durch die intelligente Strukturierung verbaler Kommunikation und automatisierte Dokumentation schaffen wir Prozesse, welche die Patientensicherheit erhöhen und den kognitiven Stress signifikant senken.

  • Ärztinnen und Ärzte stehen in Notsituationen unter hoher kognitiver Belastung und Zeitdruck.
  • Eine lückenlose Behandlungskette ohne Informationsverlust ist essenziell.
  • Versehentliche Fehlentscheidungen können folgenschwer für die Patientin oder den Patienten sein. 

Unser KI-System besteht aus mehreren Agenten, die als »digitale Copiloten« fungieren und die aufgenommenen Daten organisieren sowie strukturiert darstellen. So kann sich das medizinische Fachpersonal stärker auf die Patientinnen und Patienten konzentrieren. In der kritischen Übergangsphase zwischen Rettungsdienst und Klinik wird Informationsverlust vermieden und eine lückenlose Behandlungskette sichergestellt. Das Agentensystem erfüllt alle Sicherheitsanforderungen und ist durch die lokale Nutzung ausfallsicher.
 

Jetzt anfragen

Einsatzmöglichkeiten

Gesundheitswesen

Krankenhaus, Schockraum

Welche Aufgaben übernehmen die KI-Agenten?

Unser KI-System besteht aus mehreren Agenten, die auf Large Language Models (LLMs) basieren und automatisiert zusammenarbeiten:

Ein Agent transkribiert die verbale Kommunikation im Schockraum, ein weiterer versteht den medizinischen Kontext und extrahiert die relevanten Informationen und ein dritter visualisiert die relevanten Fakten auf einem Info-Screen nach dem bekannten ABCDE-Schema. 

Nebenbei kann eine Prompt-Engine Formulare wie den Traumaregisterbogen ausfüllen, sodass die Dokumentation neben der Behandlung automatisiert wird.

Was sind die Vorteile von KI im Schockraum?

  • Kognitiv entlastetes Team und besserer Patienten-Fokus ​
  • Präzise Live-Visualisierung des Patientenzustands
  • Beschleunigte Prozesse
  • Ökonomische Optimierung
  • Lokale Edge-Infrastruktur sorgt für Ausfallsicherheit und ermöglicht Offline-Nutzung
  • DSGVO-Konformität und Rechtssicherheit

Forschungsprojekt und Whitepaper

Wissenschaftliche Forschung zum KI-Einsatz im Schockraum

Diese KI-Lösung basiert auf einem Prototypen, der im Zuge des Projekts »TraumAInterfaces« entwickelt wurde. In diesem widmen sich Forschende des Fraunhofer IAIS in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern der Universität Witten/Herdecke, dem Universitätsklinikum Aachen sowie dem Klinikum Köln-Merheim der Frage, wie Foundation Models und LLMs bei der Versorgung Schwerverletzter im Schockraum bestmöglich helfen und den Informationsaustausch optimieren können.