Gesellschaft für Informatik ernennt zehn bedeutende Expertinnen und Experten für Künstliche Intelligenz in Deutschland

Bonner Machine-Learning-Experte Stefan Wrobel ist »prägender Kopf der deutschen KI-Geschichte«

Presseinformation / 28.5.2019

Die Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) hat zehn prägende Köpfe der deutschen Geschichte der Künstlichen Intelligenz (KI) gekürt. Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgerufenen »Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz« entschied sich die Jury für zehn herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die KI in Deutschland maßgeblich prägen. Prof. Dr. Stefan Wrobel, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS in Sankt Augustin und Professor für Informatik an der Universität Bonn, wurde als Experte im Bereich des Maschinellen Lernens gekürt.

© Fraunhofer IAIS

Prof. Dr. Stefan Wrobel, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS in Sankt Augustin und Professor für Informatik an der Universität Bonn.

Im Rahmen des Projekts »#KI50: Künstliche Intelligenz in Deutschland – gestern, heute, morgen« wählten 15 von der GI berufene KI-Expertinnen und -Experten im Mai »zehn prägende Köpfe« sowie »zehn bedeutende Technologien« der deutschen KI-Forschung und -Geschichte aus. Die Jury kürte Expertinnen und Experten unterschiedlicher KI-Forschungsbereiche wie Mensch-Maschine-Interaktion, Wissensrepräsentation oder Maschinelles Lernen.

Mit Prof. Dr. Stefan Wrobel wird der Jury zufolge ein Experte für Maschinelles Lernen gekürt, der dieses schon früh in Anwendungen gebracht habe. »Durch sein Engagement in der GI, für die Zeitschrift Künstliche Intelligenz sowie die Fachgruppe Knowledge-Discovery, Data Mining und Machine Learning hat er wesentlich dazu beigetragen, in den 90er Jahren Data Mining in Deutschland zu etablieren«, so die Jury.

Heute wie damals gilt sein besonderes Augenmerk der Verbindung von Spitzenforschung in der Künstlichen Intelligenz mit realen Anwendungen für Unternehmen, die einen echten Mehrwert erbringen. Mit dem Fraunhofer IAIS und an der Universität Bonn fokussiert er sich gemeinsam mit fast 300 Forscherinnen und Forschern auf »Hybride Künstliche Intelligenz«, also die Verbindung von menschlichem Wissen mit der Lernfähigkeit von Computern.

»Das Projekt KI50 zeigt sehr deutlich, wie stark Deutschland im Bereich Künstliche Intelligenz aufgestellt ist«, sagt Prof. Wrobel. »Die Auszeichnung ist eine große Ehre aber auch Verantwortung: Nur, wenn wir die neuen Möglichkeiten der KI mit den klassischen Stärken und dem Know-how unserer Unternehmen kombinieren, können wir den digitalen Wandel nach unseren Wertvorstellungen gestalten. Daran werden wir bei Fraunhofer und an der Universität Bonn weiter mit größtem Engagement arbeiten.«

Prof. Wrobel ist Autor einer großen Zahl von Publikationen in den Gebieten des Data Mining und des Maschinellen Lernens sowie Mitglied des Herausgeber-Gremiums führender Fachzeitschriften. Auch als Sprecher der Fraunhofer-Allianz Big Data und Künstliche Intelligenz sowie als Co-Sprecher des Kompetenzzentrums Maschinelles Lernen Rhein-Ruhr ML2R engagiert er sich national und international besonders für eine erfolgreiche und verantwortungsvolle Nutzung der Künstlichen Intelligenz in Unternehmen und Gesellschaft. Auch die Nachwuchsförderung der nächsten Generationen von KI-Forscherinnen und -Forschern liegt ihm am Herzen: von der universitären Ausbildung über berufsbegleitende Schulung bis hin zur Roberta-Initiative des Fraunhofer IAIS, die schon über 450 000 Schülerinnen und Schüler im digitalen Gestalten geschult hat.

Mit dem Projekt #KI50 will die GI im Rahmen ihres 50-jähriges Bestehens sowie im Zuge des Wissenschaftsjahres 2019 – Künstliche Intelligenz die Öffentlichkeit dazu anregen, sowohl einen Blick in die Geschichte als auch in die Zukunft künstlich intelligenter Technologien zu werfen. Das Projekt wird durch das BMBF gefördert.