Medienspiegel 2018

November 2018

Der achte Sinn

Eine starke künstliche Intelligenz würde sich von der menschlichen unterscheiden.

DIE WELT, 13. November 2018

Christian Bauckhage hält die Möglichkeit der Transition von schwacher zu starker Intelligenz nicht für ausgeschlossen. Was könnte sie ermöglichen? Vielleicht ein Ereignis, eine Koinzidenz? So wie in Kubricks „A Space Odyssey“, als einem Uraffen per Geistesblitz klar wird, dass sich ein Stock als Waffe nutzen lässt, er dieses Wissen umgehend anwendet und so mit seinem Stamm eine rivalisierende Horde besiegt? Vielleicht wenn in einem riesigen Datenmeer zufällig alle Parameter – welche auch immer das sein mögen – in einem Augenblick im richtigen Verhältnis stehen? „Vielleicht ist es tatsächlich der Moment, in dem eine bestimmte Komplexität des Systems erreicht ist“, so Bauckhage. „Bienen haben rund 200 Millionen vernetzte Nervenzellen, der Mensch dagegen unzählige Milliarden. Was die KI anbelangt, befinden wir uns technisch gesehen derzeit auf dem Niveau einer Biene. Wenn wir das in diesem Zusammenhang menschliche Niveau erreicht haben, könnte es möglicherweise eine Art von Geistesblitz geben, diesen plötzlichen Punkt, an dem so etwas wie ein Bewusstsein entsteht.“

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Oktober 2018

»Daten sind das Fundament für Künstliche Intelligenz«

Dr. Dirk Hecker im Interview mit Hendrik Geisler über eine technologische Revolution

Kölner Stadt-Anzeiger, 09. Oktober 2018

»Deutschland ist traditionell sehr gut in der Informatik, aber die deutsche Wirtschaft hegt eine gewisse Skepsis und Vorsicht vor neuen Technologien. Diese Haltung muss aufgegeben werden, und in den Unternehmen muss KI auf oberster Ebene ernstgenommen werden. In Deutschland müssen zudem unbedingt mehr Daten öffentlich verfügbar gemacht werden. Es gibt eine große Menge Start-ups, die tolle Ideen für Geschäftsmodelle haben. Ihnen fehlt aber das ausreichende Datenmaterial.«

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Juli 2018

Wie Banken Betrüger mit künstlicher Intelligenz jagen wollen

Kampf gegen Kriminalität

Wirtschaftswoche, 15. Juli 2018

Der tägliche Kampf der Banken gegen Betrug, Geldwäsche und Sanktionsverstöße verschlingt Milliarden und hält Tausende Mitarbeiter auf Trab. Und der Aufwand steigt. Die Attacken werden immer ausgeklügelter, die Vorschriften strenger. Die Konsequenz: Die Institute stocken ihr Personal in den Compliance-Abteilungen auf. Doch große Hoffnungen beim Aufspüren und Aussortieren von verdächtigen Transaktionen ruhen auf dem Einsatz künstlicher Intelligenz. Im Gegensatz zum klassischen Filtern, bei dem Experten Computern auf Basis bekannter Muster klare Regeln für die Erkennung von Betrug oder Geldwäsche vorgeben, „lernt“ ein Algorithmus ähnlich wie der Mensch auf Basis von Beispieldaten. „Künstliche Intelligenz birgt ein riesiges Potenzial, um die Effizienz und Effektivität zu erhöhen“, sagt Gerold Grasshoff vom Beratungsunternehmen Boston Consulting Group (BCG). „Bei Kreditkarten-Transaktionen gelingt die Betrugserkennung mit Hilfe von künstlicher Intelligenz schon sehr gut“, sagt Stefan Rüping vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme.

Maschinen lernen denken

Künstliche Intelligenz

Logistik heute, 01. Juli 2018

Sophia sieht aus wie Audrey Hepburn, hat das perfekte Lächeln, Ahnung vom Bankenwesen und weiß, wie bedingungslose Liebe geht. Im Grunde die perfekte Frau. Allerdings handelt es sich bei der jungen Dame nicht um eine mitteleuropäische Schönheit mit wirtschaftswissenschaftlichem Abschluss, sondern um einen humanoiden Roboter, der auf Basis künstlicher Intelligenz (KI) funktioniert. Laut ihrem Entwickler David Hanson, einem Robotikingenieur, lernt Sophia selbstständig dazu, kann einfache Gespräche führen und erfasst die Mimik ihres Gegenübers mithilfe von Kameras, die in ihren Augen versteckt sind. Damit kommt die Roboterdame dem Ideal von KI ziemlich nahe, an dem Forscher und Mathematiker bereits seit den 1950er-Jahren forschen: Maschinen mit ähnlichen kognitiven Fähigkeiten auszustatten, wie sie dem Menschen zur Verfügung stehen.

Juni 2018

Wenn Computer und Mensch sich ein Rededuell liefern

IBM Debater

Handelsblatt, 22. Juni 2018

Vor einigen Tagen lud IBM zu einem ungewöhnlichen Wettbewerb ein: Der IT-Konzern ließ ein neues System in einem Debattierwettbewerb antreten, „Project Debater“ lautete der Name passenderweise. Mit zwei erfahrenen Diskussionspartnern stritt das Programm beispielweise darüber, ob der Staat die Weltraumforschung subventionieren soll. (…)

Bei vielen Themen dürfte der IBM Debater jedoch hoffnungslos verloren sein: »Vieles, über das es sich zu debattieren lohnt, ist nicht in Datenbanken zu finden, gerade wenn es um ethische Diskussionen geht«, sagt der Spezialist fürs maschinelle Lernen (Christian Bauckhage) , die wichtigste Teildisziplin der KI. Auf das Weltwissen, das ein Mensch im Laufe seines Lebens sammelt, kann die Maschine nicht zurückgreifen. (…)

Daher ist eine Arbeitsteilung sinnvoll. »Wenn ein Manager hauptsächlich mit Zahlen und Fakten argumentiert, könnte man sich vorstellen, dass ein System wie der Debater bei der Vorbereitung helfen kann«, sagt Bauckhage. Doch bei der Vermittlung seien auch Emotionen wichtig. »Das System ist ein cleverer Faktenfinder, aber kann nicht die Überzeugungsarbeit leisten.« Ob in der Firma oder der Kirche.

Alle einsteigen!

Editoren für BBC Micro:Bit und Calliope mini

c't Magazin 14/2018, 22. Juni 2018

BBC Micro:Bit und Calliope mini wurden im Hinblick darauf entworfen, dass kleine Kinder sie gut handhaben können. Aber die beste kindgerechte Hardware nützt wenig ohne eine anfängerfreundliche Programmierumgebung. Weil es für diese beiden Platinen verwirrend viele davon gibt, haben wir uns das Angebot näher angesehen. (...)

Wenn Ihnen eine deutsche Programmierumgebung wichtig ist und Sie anspruchsvollere Projekte planen, als sie mit dem Calliope mini Editor realisierbar sind, ist das Open Roberta Lab die richtige Wahl. Die deutsche Version dieses Editors ist sorgfältig und vollständig lokalisiert.

Wie tickt eine künstliche Intelligenz?

Cebit 2018

Spiegel Online, 15. Juni 2018

Ebenso wenig wie Wachter will Bauckhage den Einsatz von automatisch entscheidenden Systemen (ADM) verhindern, im Gegenteil: »Insbesondere in der medizinischen Diagnostik sind sie schon heute oft viel besser als Menschen« - weil sie mit viel mehr Beispielen trainiert würden, als ein Mensch je anschauen könne. (…) Einen Königsweg zur erklärbaren KI aber gibt es noch nicht, nur eine ganze Reihe verschiedener Ansätze.

Hallo, du schöne Zukunft

Künstliche Intelligenz und Roboter auf der Cebit

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Juni 2018

Stefan Wrobel, Informatiker und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) in Sankt Augustin stellt die Ergebnisse einer Untersuchung vor zur Frage, wer auf der Welt derzeit den Ton angibt, wenn es um sogenannte tiefe künstliche neuronale Netze geht. Der Befund ist ziemlich eindeutig: Die Vereinigten Staaten und China dominieren, sowohl wenn es um in wissenschaftlichen Fachzeitschriften publizierte Artikel geht als auch um neu angemeldete Ideen. (...)

Breite IT-Bildung bleibt ein weiteres wichtiges Thema. Auf ihrem Messestand in Hannover präsentieren die Fraunhofer-Mitarbeiter die Lernplattform 'Open Roberta', die Schülern ab der dritten Klasse schon ermöglicht, Grundlagen des Programmierens zu lernen. Richard Erdmann zeigt, wie schnell Schüler mit Hilfe intuitiver Programmier-Bausteine einen Miniroboter oder einen Staubsauger steuern können.

Der gläserne Verbraucher muss besser geschützt werden

Algorithmen für Finanzmärkte

Wirtschaftswoche, 15. Juni 2018

Felix Hufeld, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin): »Die Finanzwirtschaft erlebt gerade einen tiefen digitalen Wandel. Um als Finanzaufseher angemessen reagieren zu können, tauschen wir uns regelmäßig mit Wissenschaft, Industrie und Verwaltung aus. Einen wesentlichen Diskussionsbeitrag möchten wir auch mit unserem neuen Bericht zum Thema Big Data und künstliche Intelligenz leisten, den wir mit Partnerschaft Deutschland, dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme und Boston Consulting Group erstellt haben. Der Bericht zeigt: Finanzwirtschaftliche Kundendaten sind besonders wertvoll, und der Wettlauf um diese Daten hat längst begonnen.»

Gipfeltreffen zur KI: Mensch oder Maschine – wer programmiert wen?

Microsoft, IBM und Facebook-Vertreter präsentieren sich auf der Cebit als Unternehmen, die mit der KI-Technik erst am Anfang stehen.

Heise, 14. Juni 2018

Das Problem in der Anwendung von KI sei nicht die Erhebung von Daten, waren sich KI-Professor Christian Bauckhage vom Fraunhofer-Institut und Moshe Rappoport von IBM in ihren Vorträgen einig, sondern die Frage, nach welchen Kriterien die Daten gebündelt und analysiert werden sollten. »Es hört sich trivial an, aber wir bei IBM verwenden extrem viel Zeit dafür, Entscheidungen zu treffen, welche Daten wir jetzt gebrauchen kann und welche nicht«, erklärte Rappoport. Bauckhage verwies darauf, dass das die Anzahl vorklassifizierter Daten ("labeled data"), also Bilder mit Namensetikett, von denen die KI lerne könne, noch extrem gering sei.

Warum eine Automobilberatung Prototypen baut

Automobilindustrie, 13. Juni 2018

Die Kooperation mit der Berylls-Digitalsparte kommt für Data Scientist Hendrik Stange zum perfekten Zeitpunkt: »Wir bewegen uns weg von einer verfahrensorientierten Perspektive hin zu einer sehr geschäfts- und wertschöpfungsorientierten Sichtweise«, erklärt Stange. »Da hat für die klassischen ,Machine Learner‘ bislang der Verbindungspunkt gefehlt.« Denn meistens haben die Daten der Kunden nicht gut zur eigentlichen Fragestellung gepasst. Heute steht stattdessen die Idee im Vordergrund; das Problem wird also nicht mehr nur so weit gelöst, wie die Daten es erlauben.

»Künstliche Intelligenz entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit«

Deutschlandfunk Wirtschaft am Mittag, 11. Juni 2018:

Künstliche Intelligenz ist eines der großen Themen auf der Technikmesse Cebit. Die Technologie werde die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft entscheidend beeinflussen, sagt Prof. Stefan Wrobel im Deutschlandfunk.

KI: Theorie gut - Praxis mangelhaft

Computerwoche, 11. Juni 2018

Machine Learning (ML) ist die Schlüsseltechnologie für kognitive Systeme auf KI-Basis und damit ein entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung von Unternehmen. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat in einer aktuellen Studie untersucht, wie Deutschland hier positioniert ist.

Mai 2018

Künstliche Intelligenz im Data Center: Rechenzentren auf dem Mond

Computerwoche, 18.Mai 2018

Über Künstliche Intelligenz wird schon seit den fünfziger Jahren spekuliert, ressourcentechnisch lässt sie sich jedoch erst seit kurzer Zeit umsetzen. Der Forscher Prof. Christian Bauckhage vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) und Experte für Deep Learning stellt dazu fest: »Ich sehe derzeit eigentlich keine prinzipiellen Grenzen bei KI-Technologie. Was hier in den letzten fünf Jahren passiert ist, überwältigt mich selbst. In den zwanzig Jahren meiner Tätigkeit in diesem Bereich hätte ich nie gedacht, dass ich diese Fortschritte in meiner Lebensspanne erlebe«. Das Thema KI wird also nicht verschwinden, sondern jedes Business betreffen, vom Mittelständler bis zum Großkonzern.

 

April 2018

»Die Tyrannei des Schmetterlings« – Frank Schätzings neues Buch über Künstliche Intelligenz

WDR aktuell, 23. April 2018

Frank Schätzing stellt sein neues Buch »Die Tyrannei des Schmetterlings« vor. Darin geht es um das Thema Künstliche Intelligenz. Prof. Stefan Wrobel, Institutsleiter des Fraunhofer IAIS, erklärt, warum KI eine Chance darstellt.

 

März 2018

Wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändert

Deutschlandfunk Lebenszeit, 23. März 2018:

Prof. Stefan Wrobel diskutiert im Deutschlandfunk mit Buchautorin Dr. Manuela Lenzen, Telekom-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kremer und Wissenschaftsjournalist Peter Welchering.

Wenn ein Algorithmus den Tod voraussagt

Deutschlandfunk Kultur, 8. März 2018:

Medizinische Daten seien so komplex, dass künstliche Intelligenzen die besser verarbeiten können, als Menschen, meint Christian Bauckhage. Denn der Arzt würde nur eine begrenzte Zahl an Erkrankungen pro Tag sehen, während in dieser Zeit die Maschine Millionen davon auswerten könnte, so Bauckhage. Der Professor für Informatik lehrt an der Universität Bonn und forscht am Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme.

»Ich forsche an Algorithmen, die in ihrer Entscheidungsfindung nachvollziehbar sind. Das ist ganz wichtig in einigen Anwendungen, zum Beispiel in der Medizin ist es so, dass wenn so ein Algorithmus eine Diagnose trifft, dann muss die ja verlässlich sein. Das heißt, im Zweifelsfall müsste ein Arzt in der Lage sein nachvollziehen zu können, wie der Algorithmus zu dieser Entscheidung gekommen ist.«

 

Februar 2018

Goldsucher im Datendschungel

Berliner Morgenpost, 3. Februar 2018:

Als Geschäftsführer der Fraunhofer-Allianz Big Data aus 30 Fraunhofer-Instituten kennt Dirk Hecker die verschiedensten Einsatzbereiche für eine kluge Datenanalyse, zum Beispiel in der Industrie: »Durch die prädiktive Wartung von Maschinen lassen sich Stillstände vermeiden. Dabei wird eine Reihe von baugleichen Maschinen mit Sensoren ausgestattet, die stündlich Hunderttausende Datensätze aufnehmen und eventuelle Unregelmäßigkeiten aufzeigen. Anhand dieser Daten kann ein Big-Data-Experte erkennen, welche Maschine besonders gut läuft und warum sie das tut. Außerdem kann er eine Prognose stellen, welches Bauteil demnächst defekt sein wird, sodass das Unternehmen früh genug agieren kann – was die Produktion natürlich deutlich optimiert und die ganze Firma wettbewerbsfähiger macht.«

 

Januar 2018

Meine Zeit steht in Rechners Händen

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. Januar 2018:

Die Datenschutzprobleme sieht auch Christian Bauckhage, Informatikprofessor an der Universität Bonn und Lead Scientist für maschinelles Lernen am Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme, wo er mit Intensiv- und Nuklearmedizinern an Projekten zum maschinellen Lernen für Diagnostik und Prognosen arbeitet. Er geht davon aus, dass hier Lösungen möglich sind und daher »Künstliche Intelligenz im allgemeinen und Deep Learning (neuronale Netze) im Besonderen zu Revolutionen in der medizinischen Diagnostik führen werden«.

Wie schlau ist die künstliche Intelligenz?

Süddeutsche Zeitung, 28. Januar 2018:

Auch sei die Frage noch immer nicht beantwortet, was Intelligenz eigentlich ist, sagt Christian Bauckhage vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme in Sankt Augustin. »Es ist extrem schwierig, Intelligenz zu beschreiben. Bedeutet es, Sachen zu erkennen, Pläne zu machen, in der Umwelt zu überleben? Ein präzise Definition gibt es nicht, und das war Turing klar.«

 

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