Medienspiegel

Mai 2021

Warum Siri und Alexa manchmal Bahnhof verstehen

Süddeutsche Zeitung, 25. Mai 2021

Die automatische Spracherkennung hat viele Fortschritte gemacht. Doch Audioaufnahmen in Text umzuwandeln, ist noch immer komplex.

Sicher wäre alles anders gekommen, wenn nicht irgendwann die ARD beim Fraunhofer-Institut IAIS in Sankt Augustin angeklopft hätte. Die Rundfunkanstalt hatte ein großes Anliegen: Sie wollte ihr Film- und Audiomaterial so bearbeiten, dass es am Ende durchsucht werden kann. [...] Technologisch könne man durchaus mit den großen Tech-Unternehmen wie Microsoft und Google mithalten, sagt Joachim Köhler, der beim IAIS und anderem für das Erkennen und die Analyse von Sprache mittels künstlicher Intelligenz zuständig ist. [...]

Artikel in voller Länge

Für Mädchen: »Girly Robot Challenge« von Roberta und Maker Faire gestartet

heise.de, 14. Mai 2021

Die Roberta-Challenge ist ein Roboterwettbewerb von und für Schüler, der bereits seit neun Jahren veranstaltet wird. Die kommende Girly Robot Challenge Online-Veranstaltung wird dieses Jahr natürlich digital abgehalten – so können die Teilnehmerinnen bequem von zu Hause aus mitmachen, egal aus welcher Region sie kommen. [...} In den Workshops werden die Teilnehmerinnen lernen, kleine virtuelle Roboter Farben erkennen zu lassen, einer Linie zu folgen und Gegenständen auszuweichen. Danach sollen die Teilnehmerinnen die simulierten Roboter kleine Aufgaben erledigen lassen. [...]

Artikel in voller Länge

Das Risiko der Armen

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Mai 2021

In immer mehr Städten zeigt sich, dass sich die Menschen in strukturschwachen Vierteln eher mit Corona infizieren. Stuttgart hat das nun genau analysiert. Muss gezielter geimpft werden? [...] Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich seit Wochen in Köln ab. Dort waren Forscher des Fraunhofer-Instituts schon Ende März zu ähnlichen Ergebnissen gekommen wie nun in Stuttgart: Seit vergangenem Herbst waren die Menschen in den »vulnerablen Sozialräumen« der Großstadt von der Pandemie besonders stark betroffen [...]

Artikel in voller Länge

April 2021

Roboter-Projekt fliegt zur ISS

neo1 Radio, 28. April 2021

Ein Team von Sechstklässlerinnen und Sechstklässlern aus Willisau, begleitet von der PHBern, hat mit seinem Roboter-Projekt den internationalen Programmier- und Technikwettbewerb «Code4Space» gewonnen. Der Gewinnerroboter soll nun im Frühling 2022 zur internationalen Raumstation ISS fliegen. Der Grundschulwettbewerb Code4Space wird organisiert vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und der Stiftung «Erste deutsche Astronautin». Er soll digitale Bildung spielerisch und frühzeitig fördern und darüber hinaus insbesondere Mädchen mehr Mut für MINT machen. Das Team «Astronuts» der Schule Willisau hat sich mit seiner Idee «Space-BounceBall» gegen rund 50 eingereichte Experimente durchgesetzt. [...]

Artikel in voller Länge

Schüler verpassen Sieg nur knapp

General Anzeiger Bonn, 22. April 2021

Im Finale des bundesweit und in der Schweiz veranstalteten Schulwettbewerbs »Code4Space« hat es für die Medinghovener Grundschule nicht ganz gereicht. Am Mittwoch gaben die Veranstalter, die Fraunhofer-Initiative »Roberta -Lernen mit Robotern« und die »Stiftung erste deutsche Astronautin«, bei einer Online-Veranstaltung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Schweizer Schülergruppe als Gewinner bekannt. [...] Aber auch wenn die fünf Klassenvertreter nicht den ersten Platz belegt hätten, so stünden sie doch auf dem Gewinnertreppchen und würden dieses Projekt sicher nicht vergessen [...]

 

 

Pfleger und Ärzte hoffen auf digitale Hilfe

Handelsblatt, 20. April 2021

Der Kostendruck in deutschen Krankenhausern bleibt hoch. 55 Prozent der Mitarbeiter und Verantwortlichen bezeichneten die finanzielle Lage ihrer Einrichtung in einer im März veröffentlichten Yougov-Umfrage als größte Herausforderung. Schon mit Abstand folgten gestiegene Patientenerwartungen mit 33 Prozent und die Bereitstellung neuer digitaler Dienst-leistungen mit 31 Prozent. Viele Kliniken hinken beim IT-Einsatz hinterher, zeigt die Studie. So sahen 34 Prozent der Teilnehmer ihren Arbeitgeber bei der digitalen Ausstattung »schlecht oder sehr schlecht aufgestellt«. [...] In dem von der Universitätsmedizin angeführten Konsortium »SmartHospital.NRW« rückt nun Künstliche Intelligenz (KI) in den Fokus - bei der Bearbeitung medizinischer Dokumente oder der Analyse con Patientendaten. Beiteiligt sind auch Fraunhofer-Forscher und die RWTH Aachen [...]

 

 

März 2021

Wann sich Deep Learning in der Produktion lohnen kann

Industry-of-things.de, 24. März 2021

Mit Deep Learning werden Anwendungen in der Produktion realisierbar, die bislang nicht möglich waren. Dabei lernt ein künstliches neuronales Netz in ähnlicher Weise wie ein Mensch. Was Deep Learning schon leisten kann und warum es nicht immer komplex sein muss. [...] der Fertigungsautomatisierung neue Chancen. Da ist sich Prof. Stefan Wrobel, Institutsleiter des Fraunhofer IAIS, sicher: »Industrieunternehmen verfügen schon heute über entsprechend viele Daten bzw. [...]

Artikel in voller Länge

Hotspots am rechten Rheinufer

Süddeutsche Zeitung, 22. März 2021

Eine Studie aus Köln bestätigt, dass Covid-19 vor allem Menschen in ärmeren Stadtteilen trifft. Nur zu Beginn der Pandemie fanden sich mehr Infizierte in den reicheren Vierteln, doch das Bild änderte sich schnell. Zwar warnte Kölns Sozialdezernent am Montag bei der Vorstellung der Untersuchung, die die Stadt zusammen mit dem Fraunhofer-Institut durchgeführt hat, vor voreiligen Schlüssen: »Diese Studie generiert mehr Hypothesen, als dass sie Hypothesen bestätigt.« Aber dass Corona eine Massenkrankheit ist, die besonders gut gedeiht in sozial deprivierten Vierteln mit niedrigen Mieten und hoher Arbeitslosigkeit - »das geben unsere Daten tatsächlicher her.«

Artikel in voller Länge

Februar 2021

Entscheiden künftig Algorithmen über Leben und Tod?

welt.de, 26. Februar 2021

Künstliche Intelligenz gilt vielen als Schlüsseltechnologie in der Medizin. Die Systeme sollen unter anderem Daten darüber liefern, welcher Patient am dringlichsten behandelt werden muss. [...] Herausforderung ist die Datenqualität. »Lieber haben wir weniger, dafür aber qualitativ hochwertige Daten. Der Grund ist einfach: Die Algorithmen sind nur so gut wie die Daten, die sie gesehen haben«, so Jil Sander, Geschäftsfeldleiterin Healthcare Analytics am Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS).

Artikel in voller Länge

Mit einem Mars-Roboter programmieren lernen

Süddeutsche Zeitung, 18. Februar 2021

Die kostenlose Lern-App »Nepo Missions« macht nicht nur Spaß: Mit ihr können Kinder den Mars erforschen - und gleichzeitig lernen sie Grundzüge einer Programmiersprache kennen. [...]Ein wesentlicher Bestandteil der Initiative ist die seit 2016 bestehende Plattform »Open Roberta Lab«, die Menschen weltweit verwenden können, um Programmieren zu lernen. Die Plattform ist in 20 Sprachen verfügbar. Im Jahr 2020 gab es allein drei Millionen Zugriffe auf die Seite. Die Zahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um das Dreifache.

Artikel in voller Länge

Web-Tipps: Sozialpolitik, Finanz-IT, Lernen - Lernen, maschinelles

heise.de, 14. Februar 2021

Wie lernen Maschinen eigentlich? Welche Themen bewegen die Forschung und wo kommt maschinelles Lernen zur Anwendung? Der ML2R-Blog des Kompetenzzentrums Maschinelles Lernen Rhein Ruhr (ML2R), ein Verbundprojekt von Universitäten und Fraunhofer-Instituten, gibt Antworten – Einsteigern ebenso wie Experten.

Artikel in voller Länge

Mehr Sicherheit für Künstliche Intelligenz

Behörden Spiegel, 3. Februar 2021

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) möchte mit dem Kriterienkatalog AIC4 (Artificial Intelligence Cloud Services Compliance Criteria Catalogue) eine Basis zur Bewertung der Sicherheit von Anwendungen, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren, schaffen. Bisherige IT-Sicherheitsstandards seien noch nicht auf die Sicherheitsbedrohungen ausgelegt, denen KI-Systeme ausgesetzt sind. Im November 2020 hatte das BSI bereits im Zuge der von Nordrhein-Westfalen geförderten Plattform KI.NRW in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) Prüfverfahren für KI-Anwendungen vorangebracht.

Artikel in voller Länge

Januar 2021

Beeinflusst Armut die Ausbreitung des Coronavirus?

WDR Nachrichten, 27. Januar 2021

In manchen Städten in NRW sind die Zahlen der Corona-Neuinfektionen von Stadtteil zu Stadtteil extrem unterschiedlich. Stecken sich sozial schwächer gestellte Menschen leichter an? Auch Stefan Rüping vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) vermutet einen Zusammenhang zwischen Armut und Neuinfektionen. Dennoch rät er bei der Interpretation zur Vorsicht. Zwei Aspekte seien dabei entscheidend. »Einmal, dass man nicht weiß, wie gut die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung hinterherkommen, und somit, wie repräsentativ die Zahlen sind«, so Rüping. Und es könne auch Einflüsse geben, die nicht statistisch erhoben werden. So könne ein Corona-Ausbruch in einer Kita in einem Stadtteil die Zahlen in die Höhe treiben. »Da ist es dann weniger entscheidend, wie viel Einkommen oder welchen Job jemand hat, sondern wie viele Kinder im Kita-Alter«, erklärt Rüping.

Artikel in voller Länge

Schnell und immer schneller!

health-point.ch, 2. Januar 2021

Wie verändern Quantencomputer die Künstliche Intelligenz (KI) und das Maschinelle Lernen (ML) und welche Anwendungen und Marktpotenziale können sich damit eröffnen? Die neue Studie der Fraunhofer-Allianz Big Data und Künstliche Intelligenz hat Antworten. Laut der Studie hat sich gezeigt, dass Quantencomputer insbesondere dann einen grossen Vorteil gegenüber klassischen Computern haben, wenn es darum geht, die Eigenschaften von quantenmechanischen Systemen zu verstehen. In ihrem Fazit erklären die Wissenschaftler, dass dieser Quantenvorteil disruptiv für die Entwicklung neuer Arzneimittel oder Pflanzenschutzmittel sowie komplexer chemischer und biologischer Moleküle ist: Während klassische Computer riesige Datenmengen verarbeiten müssen, um zahlreiche Kombinationen verschiedener Proteine zu bewerten, können Quantencomputer mit nur wenigen ­Qubits schwer zugängliche Eigen­schaften solcher quantenmechanischer Systeme berechnen.

Artikel in voller Länge

Dezember 2020

Die vier Säulen der Quanten-Technologie

elektroniknet.de, 2. Dezember 2020

Quanten-Technologien werden zum »Game Changer«. Fraunhofer-Präsident Prof. Dr. Reimund Neugebauer hat im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz die aktuelle Strategie seiner Forschungsgesellschaft bei Quanten-Technologien skizziert. »Für Fraunhofer ruhen Quanten-Technologien auf vier Säulen: Quanten-Kommunikation, Quanten-Sensorik, Quanten-Imaging und Quanten-Computing.«, so Prof. Dr. Reimund Neugebauer. Ziel der Quanten-Forschung bei Fraunhofer sei es, die Grundlagenforschung möglichst schnell in die Anwendung zu überführen. Welche Quanten-Effekte spielen beim Quanten-Computing eine Rolle? Wie können sie Rechenverfahren beschleunigen und völlig neue Anwendungen ermöglichen – etwa im Bereich Logistik & Mobilität, in der Pharmaindustrie oder in der Finanzwirtschaft? Das erklären Expertinnen und Experten der Fraunhofer-Allianz Big Data und Künstliche Intelligenz sowie des Fraunhofer-Forschungszentrums Maschinelles Lernen in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Maschinelles Lernen Rhein-Ruhr ML2R in ihrer Studie.

Artikel in voller Länge

Künstliche Intelligenz verrät Emotionen

wir-die-zukunftsmacher.de, 5. Dezember 2020

»KI soll uns helfen besser zu verstehen, welche Rolle Emotionen beim historischen Erinnern spielen«.

Bisher lässt sich das Portal im Internet nach Themen, Personen oder Zeiträumen filtern. Die Vision ist, dass die Erfahrungsberichte mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) auch nach Emotionen durchsucht werden können. Das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und die Stiftung Haus der Geschichte haben dazu das Forschungsprojekt »Multimodales Mining von Zeitzeugeninterviews zur Erschließung von audiovisuellem Kulturgut« gestartet.

Artikel in voller Länge

November 2020

CorASiV: Software unterstützt Gesundheitsämter

Kommune21.de, 9. November 2020

CorASiV entstand im Rahmen des Aktionsprogramms »Fraunhofer vs. Corona« der Fraunhofer-Gesellschaft, das die Gesundheitsämter bei der Aufgabe unterstützt, die Coronakrise zu meistern. Die Software liefert einen genaueren Überblick über Verbreitungs- und Ansteckungszusammenhänge und erlaubt es so, eindämmende Maßnahmen zeitnah und gezielter vorzunehmen.

Artikel in voller Länge

Oktober 2020

Sechs Einsatzgebiete für Künstliche Intelligenz in der Notfallversorgung

Ärzteblatt, 7. Oktober 2020

Sankt Augustin – Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) haben zusammen mit Partnereinrichtungen aus dem Gesundheitswesen und den Rechtswissenschaften sechs Musterszenarien für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bei der Behandlung von Schwerverletzten entwickelt. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat das Vorhaben gefördert. Die Ergebnisse sind jetzt als Whitepaper erschienen.

Artikel in voller Länge

Künstliche Intelligenz, menschliche Zweifel

Wirtschaftswoche, 23. Oktober 2020

Stefan Wrobel hat einen Artikel mitgebracht. Nutzer der Webseite Hacker News haben den Text über Disziplin und Kreativität zum besten und interessantesten Beitrag gewählt. Seine Pointe liefert der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse und Informationssysteme JAIS umgehend mit: Kein Mensch hat diesen Artikel geschrieben, sondern ein Sprach-modelt, also Künstliche Intelligenz (KI). »Der Text ist vielleicht nicht der beeindruckendste, den sie je zum Thema gelesen haben. Aber er ist verdammt nochmal gar nicht schlecht«, sagt Wrobel. Mit seinem Vortrag eröffnet der Informatik-Professor der Universität Bonn die Jahrestagung der Kompetenzplattform KI.NRW, der zentralen Anlaufstelle für Künstliche Intelligenz im Land.

Künstliche Intelligenz und ERP-Systeme: Zwei aufschlussreiche Studien

Enterprise Application Software Magazin, 29. Oktober 2020

ERP-Systeme bilden den Kern der Unternehmens-IT und stellen die zentrale Datendrehscheibe dar. Zunehmend integrieren Anbieter intelligente Algorithmen und KI-Module in ihre Systeme. Ein Team des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS hat das Thema Künstliche Intelligenz und ERP-Systeme aus Sicht von Unternehmen untersucht und zwei Publikationen veröffentlicht.

Artikel in voller Länge

September 2020

Deep Learning für die Texterschließung Dokumente schneller analysieren mit Künstlicher Intelligenz von Fraunhofer

Innovations Report, 1. September 2020

Die Flut von Dokumenten, die in Wirtschaft und Gesellschaft täglich entsteht, stellt eine enorme Herausforderung dar. Informationen aus zahlreichen unterschiedlichen Quellen müssen sortiert, verarbeitet und bewertet werden. Betroffen davon sind Unternehmen, aber auch Behörden, Forschungseinrichtungen und Krankenhäuser. Das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse-und Informationssysteme IAIS hat Lösungen entwickelt, die Dokumente aller Art klassifizieren und die Textinhalte erschließen. Den Schlüssel bilden dabei KI-basierte Sprachmodelle, die mit Deep-Learning-Verfahren trainiert werden.

Artikel in voller Länge

Quantencomputer – Einsatzmöglichkeiten und Marktpotenziale

all-electronics.de, 16. September 2020

Viele Aufgaben im Bereich Big Data, künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen (ML) sind heute, trotz wachsender Rechenleistung von Computern, nur mit immensem Zeit- und Rechenaufwand lösbar – manche Aufgaben sind sogar so komplex, dass ihre Berechnung mit heutigen Rechnerkapazitäten Jahre dauern würde. »Im Quantencomputing steckt das Potenzial, die prinzipiellen Beschränkungen klassischer Computer zu überwinden«, erklärt Prof. Dr. Christian Bauckhage, wissenschaftlicher Direktor des Fraunhofer-Forschungszentrums Maschinelles Lernen (ein gemeinsames Zentrum von vier Fraunhofer-Instituten). Dies sei schon lange klar gewesen, sagt Bauckhage weiter, und deshalb werde bei Fraunhofer schon seit Jahren an der Anpassung von ML-Algorithmen an die Anforderungen von Quantencomputern geforscht. Was lange nur Theorie gewesen sei, das ändere sich jetzt. »Schon bald werden wir in der Lage sein, ML-Algorithmen auf realen Quantencomputern anzuwenden«, betont Bauckhage.

Artikel in voller Länge

August 2020

Analog ist besser!?

taz Tageszeitung, 1. August 2020

Durch Corona wurden Zeitzeug*innen-Erzählungen digital. Aber wie gut lassen sich Geschichten online erzählen?

»Der direkte Augenkontakt fehlt, das macht manchen Gast unsicher. Da fehlt ein wichtiger Ankerpunkt.« Bei den früheren Erzählsalons hätten die Zeitzeug*innen bei Wein und Kerzenschein aus dem Bauch heraus erzählt. In der digitalen Form lese nun etwa ein Drittel die Geschichte nur ab. »Die Herausforderung ist, das authentische Erzählen zu fördern anstelle des perfekten«, erklärt Rohnstock. Inhaltlich aufeinander beziehen würden sich die Gäste aber auch trotz Zoom. Der größte Verlust sei, dass die Gespräche danach fehlen: »Das ist immer wie eine kleine Explosion. Dann springen die Leute auf und wollen individuell anknüpfen und Ideen austauschen.«

In der digitalen Variante gehe das ja nicht. Zwar könnten die Gäste am Ende der YouTube-Übertragung noch weiter über Zoom sprechen, das sei aber weitaus weniger emotional.

Momentan arbeite die Stiftung zusammen mit dem Fraunhofer-Institut an einem Programm, das eine Transkription der Videos liefert. Dann könne man im Archiv auch nach einzelnen Begriffen oder Zitaten suchen. Und da wäre noch ein Vorteil der digitalen Aufbereitung: Das Videoformat biete einen niedrigschwelligen Zugang zu Themen, über die man noch wenig Vorwissen hat. »Die Leute lassen die Erzählungen zu Hause nebenbei laufen und holen sich ihren Happen Geschichte«, sagt Würz. Diesen Vorteil sieht auch Rohnstock in dem digitale Format ihrer Erzählsalons: »Früher hatten wir nur selten Publikum, jetzt kann man zu jeder Tages und Nachtzeit online dabei sein.«

Juni 2020

Das Entscheider-Briefing für den Mobilitäts- & Transportsektor - Im Porträt: Dr. Michael Mock

Tagesspiegel-Background, 25. Juni 2020

Zum Schwarzmalen sieht Michael Mock keinen Grund. Mit Blick auf die Zukunftsfelder autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz (KI) »ist die deutsche Autoindustrie sehr gut aufgestellt«, glaubt der Forscher vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS.

Als wissenschaftlicher Leiter des Projekts »KI-Absicherung« ist er laufend im Austausch mit den Forschungsabteilungen der Hersteller und Zulieferer – und hat dadurch einen Einblick in deren Arbeit.

In dem mit rund 19 Millionen Euro vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekt arbeiten Mock und sein Team am Fraunhofer-Institut IAIS in Sankt Augustin bei Bonn mit insgesamt 25 Partnern zusammen, darunter Volkswagen, Audi, BMW, Bosch und Continental. Das Vorhaben wird im Rahmen der Leitinitiative »Autonomes und vernetztes Fahren« des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) durchgeführt und ist Teil der KI-Strategie der Bundesregierung.

April 2020

Über Maschinen kommunizieren

VDI Nachrichten, 24. April 2020

Neben den konkreten Anwendungsfällen forscht die Datev gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) sowie für Integrierte Schaltungen (IIS) am Projekt Speaker, einer in und für Deutschland entworfenen Sprachassistenzplattform. Es geht um die Suche nach Standards und Infrastruktur innerhalb des Speaker-Ökosystems. Jens Lehmann, Projektleiter am IAIS, bewertet das so: »Mit dem Speaker-Projekt starten wir die Entwicklung einer innovativen Plattform für Sprachassistenten in Unternehmen.« Und er ist skizziert die Zielrichtung des Projekts: »Durch die Integration von Kerntechnologien der Fraunhofer-Institute IAIS und IIS, der Beteiligung führender Softwarehersteller und einem Ökosystem mit weiteren renommierten Partnern möchten wir eine nationale führende Sprachassistenzplattform für Unternehmen aufbauen.«

 

Standortfaktor Wissen: Spitzenforschung zur Künstlichen Intelligenz

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26. April 2020

In den nächsten zwei Jahren soll Nordrhein-Westfalen zu den Top-Ten Europas bei der Künstlichen Intelligenz gehören. Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen an der Ruhr leisten dazu einen wichtigen Beitrag.

In Dortmund gilt vor allem die Technische Universität als ein Leuchtturm in puncto KI-Forschung. Dort ist an der Fakultät Informatik ein Lehrstuhl Künstliche Intelligenz eingerichtet, den Professorin Katharina Morik als Pionierin auf dem Gebiet Maschineller Lernverfahren aufgebaut hat. Sie ist auch Sprecherin des neuen Kompetenzzentrums Maschinelles Lernen Rhein-Ruhr (ML2R), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. 2018 ins Leben gerufen, ist das ML2R in Dortmund eines von bundesweit sechs Zentren für Spitzenforschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz. In der Forschungseinrichtung bündeln die TU Dortmund, die Universität Bonn und die Fraunhofer-Institute für Intelligente Analyse und Informationssysteme IAIS in Sankt Augustin sowie für Materialfluss und für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund ihre Expertise.

März 2020

Forschung in München: Ein Wettbewerb für den Weltraum

Süddeutsche Zeitung, 5. März 2020

Den Mini-Computer haben die Schülerinnen selbst programmiert: Er biete ein Sportprogramm für Astronauten, sagen sie. Der Rechner ist es auch, weswegen die vier in die Münchner Zentrale

der Forschungsgesellschaft gekommen sind. Das Fraunhofer-Institut für intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) in Sankt Augustin bei Bonn hat mit der Stiftung »Erste Deutsche

Astronautin« einen Wettbewerb ausgerufen. Bei »Code4Space« sollen Grundschülerinnen und Grundschüler ab der dritten Jahrgangsstufe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sollen mit solchen Rechnern und der online verfügbaren Programmier-Plattform »Open Roberta« Experimente für den Weltraum programmieren.

Artikel in voller Länge

Wie sich KI-Entscheidungen überprüfen lassen

Heise.de, 9. März 2020

Wenn KI-Systeme Entscheidungen treffen, lassen sich diese oft nicht nachvollziehen. Deshalb wollen Wissenschaftler neuronalen Netzen auf die Finger schauen.

Wird man neuronalen Netzen künftig beim Denken zusehen können? Dr. Maximilian Poretschkin, Leiter des Projekts KI-Zertifizierung am Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und

Informationssysteme (IAIS), antwortet vorsichtig: Im Prinzip sei das möglich, wenn auch auf Umwegen. Oft sei es einfacher, von vornherein transparentere KI-Anwendungen zu konzipieren.

Forscher des IAIS haben zum Beispiel ein System gebaut, das Kreditkartenbetrug erkennt.

Artikel in voller Länge

Februar 2020

Warum NRW das neue Bayern ist?

Wirtschaftswoche, 21. Februar 2020

Tief im Westen, wo einst die Sonne verstaubte, hat sich eine enorme wirtschaftliche Dynamik entwickelt.

In nahezu allen Wachstumsfeldern kommt der künstlichen Intelligenz (KI) eine Schlüsselrolle zu: Von A wie autonomes Fahren bis Z wie Züchtung klimafreundlicher Pflanzen reicht die Palette

der Anwendungsfälle, die in NRW auf eine der europaweit besten Forschungsinfrastrukturen für maschinelles Lernen und KI trifft. Mit den Universitäten Bonn und Dortmund an der Spitze

und einer breiten Anwendung in Bereichen wie Robotik, Mobilität 4.0 oder E-Health wird der Westen damit zu einem Mekka für KI-Forscher und -Start-ups. Und eine europaweit einmalige Zertifizierung von KI durch das Fraunhofer Institut für intelligente Analyse und Informationssysteme IAIS unter anderem in Kooperation mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik trägt dazu bei, die Akzeptanz für KI-Anwendungen und damit ihren Erfolg am Markt zu erhöhen.

Januar 2020

AI Kickstarter Bundle: Fraunhofer bereitet Mittelständler auf KI-Einführung vor

Industry of Things, 23. Januar 2020

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, scheint der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Zukunft unverzichtbar. Als Mitgliedsinstitute der Fraunhofer-Allianz Big Data und Künstliche Intelligenz bieten die drei Fraunhofer-Institute für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und für Produktionstechnologie IPT produzierenden Unternehmen an, ihr Fachwissen aus der Forschung zu Artificial Intelligence (AI) in deren Geschäftspraxis einzubringen. Dazu haben die Forscherinnen und Forscher im interdisziplinären Verbund das AI Kick-Starter Bundle entwickelt.

Artikel in voller Länge

Mehr Datenschutz für die digitale Bildung – das neue Open Roberta Lab von Fraunhofer IAIS

Innovationsreport, 23. Januar 2020

Programmieren lernen auf höchstem Datenschutz-Niveau: Für die Programmierplattform »Open Roberta Lab«, die an zahlreichen Schulen in Deutschland und international Kindern kostenfrei den Einstieg in die Welt der Bits und Bytes erleichtert, hat das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS Lösungen erarbeitet, die mit möglichst wenig Daten aus-kommen.

Artikel in voller Länge

Oktober 2019

Wie Mittelständlern der Einstieg in die KI gelingt

Wirtschaftswoche, 31. Oktober 2019

In Sankt Augustin bildet Fraunhofer KMU-Mitarbeiter und andere Interessierte zum zertifizierten »Data-Scientist« aus. Mit der Initiative KI.NRW will das IAIS zudem den Transfer von KI aus der Spitzenforschung in die Wirtschaft beschleunigen. Ähnliche Kompetenzzentren wie das von Fraunhofer stehen auch dank der bundesweiten Initiative Mittelstand-Digital inzwischen überall in der Republik.

Artikel in voller Länge

September 2019

Was, Ihr Kind kann nicht programmieren?

Die ZEIT, 21. September 2019

Je komplexer ein Programm, desto komplexer die Bedingungen. Muss man selbst programmieren können, um das zu verstehen? »Es kommt darauf an, was man unter Programmieren können versteht«, sagt Viktoriya Lebedynska, die am Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) unter anderem an der Initiative Roberta beteiligt ist, in der es darum geht, Kindern programmieren beizubringen. »Wenn ich sage, Menschen sollen programmieren können, meine ich, dass sie wissen, wie ein Programm aufgebaut ist, wie es funktioniert, und dass sie zumindest erste einfache Schritte in dem Bereich gemacht haben. Nicht zwingend, dass sie selbst komplexe Programme schreiben können.«

Artikel in voller Länge

Sprachassistenzplattform Speaker als deutsche Antwort auf Siri

Elektrotechnik Vogel, 26. September 2019

Das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS verfolgen gemeinsam das Ziel, eine führende Sprachassistenzplattform »made in Germany« für Business-to-Business-Anwendungen aufzubauen. Die Idee: Unternehmen können einzelne Technologiemodule nutzen und für ihre Bedarfe anpassen. Mit einer deutschen Sprachassistenz-Lösung wird es möglich, die Datensouveränität personenbezogener und unternehmensrelevanter Informationen zu gewährleisten.

Artikel in voller Länge

Juli 2019

Hagen Jaeger: »Der Informationsaustausch zwischen Menschen und Maschinen wird zukünftig immer stärker über Sprache passieren«

mobile zeitgeist, 3. Juli 2019

Alexa, Siri & Co. sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Hier die aktuellsten News, da eine schnelle Navigation per Spracheingabe, und nebenbei werden die Lieblingshits gestreamt. Sprachassistenten ermöglichen die intuitive Interaktion mit Technik, liefern Service und Information. Dabei sind sie nicht nur im Alltag nützliche Helfer, sondern eröffnen insbesondere Unternehmen großes Potenzial, die Mensch-Maschine-Interaktion zu erleichtern und völlig neue Dienstleistungen für Industriekunden anzubieten. Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS arbeiten an einem neuen Dialogsystem für domänenspezifisches Wissen, das sich dank Technologien des »Informierten« Maschinellen Lernens (ML) deutlich von Alexa, Siri und Co. abgrenzen soll.

Artikel und Radiobeitrag in voller Länge

Mai 2019

Sprachversteher

c't - Magazin für Computer und Technik, 11. Mai 2019

Das Fraunhofer IAIS hat einen Spracherkenner entwickelt, der u.a. vom Sächsischen Landtag  für die Live-Untertitelung von Übertragungen der Plenarsitzungen genutzt wird. Um das System dafür zu optimieren, sind viele Fachbegriffe aus Politik und Recht sowie die Namen von Politikern nachtrainiert worden; so wagt man es, den unbearbeiteten Livestream zu übertragen. Auf den Spracherkenner kann der Anwender über die Cloud zugreifen. Zudem ist eine lokale Installation auf einer Standard-Server-Architektur möglich, was besonders für Anwendungen mit hohen Datenschutzansprüchen wichtig ist, berichtet Dr. Joachim Köhler, verantwortlich für Content-Technologien am IAIS.

Artikel in voller Länge

April 2019

Algorithmen im Alltag: Der Verständnisvolle

Deutschlandfunk, 18. April 2019

Im Januar 2017 sagte US-Fernsehmoderator Jim Patton live im TV: »Alexa, bestell‘ mir ein Puppenhaus.« Diesen Satz verstanden alle virtuelle Alexa-Assistenten von Amazon in den Häusern der Fernsehzuschauer. Die Algorithmen dieser Geräte begannen daraufhin, Puppenhäuser zu bestellen. Und zwar tausendfach. In der Sendereihe des Deutschlandfunks »Algorithmen im Alltag« spricht unser Kollege Dr. Christoph Schmidt über die Technologie hinter der Sprach- und Sprechererkennung bei Alexa & Co und wie der Einsatz von Wissensgraphen dabei hilft, die Systeme zu verbessern.

Artikel und Radiobeitrag in voller Länge

März 2019

Er hat den Dreh raus

Ein Gründer aus Südwestfalen will Mittelständler mit künstlicher Intelligenz profitabler machen. Was bei Schrauben klappt, soll auch anderen helfen.

Süddeutsche Zeitung, 20. März 2019

Die Schraube ist Bote der digitalen Welt. Mit dieser zugegeben höchst analogen Ware möchte Gründer Alexander Hoffmann beweisen, wie künstliche Intelligenz alte Industrie profitabler und damit zukunftsfähig machen kann. Bei Screwerk, dem Unternehmen des 45-Jährigen, hat der Computer die Macht. Welche Schrauben sollten die Mitarbeiter am besten produzieren und in welcher Menge? Das überlegt sich nicht der Chef, sondern die eigens entwickelte Datenbank-Software »Graph-IT« rechnet das aus - mit Hilfe vergangener und aktueller Bestellungen sowie des Lagerbestands und weiterer Marktdaten. Die Ware vertreibt Screwerk online und hat es so zu einem der am schnellsten wachsenden Internethändler des Landes gebracht. [...] Viele Firmen hätten Daten mit spannenden Informationen zu ihren Maschinen, Prozessen und Produkten, sagt Dirk Hecker, stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme. »Doch oft fehlt ihnen noch die Kompetenz, die Potenziale zu erkennen und Mehrwerte aus ihrem Datenschatz zu ziehen.« Ein Grund ist, dass viele Führungskräfte Kaufleute und Ingenieure sind, aber keine IT-Experten. Wissenschaftler Hecker macht den Firmen Mut: »Wer hat Daten zu Spezialschrauben in den USA? Google hat sie nicht.«

Artikel in voller Länge

KI in der Soldatenausbildung: Lernen bleibt anstrengend

Abseits von Robotern und autonomen Waffen setzt das Militär auf KI-Technik. Auf einer Konferenz in Bonn geht es darum, was sich dadurch ändert und was nicht.

Heise online, 20. März 2019

Wenn über die militärische Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) diskutiert wird, stehen zumeist Roboter und autonome Waffensysteme im Vordergrund. Doch es gibt natürlich noch andere Anwendungsbereiche. In Bonn beschäftigt sich eine Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT) jetzt mit dem Einsatz von KI in der Ausbildung von Soldaten.

Artikel in voller Länge

November 2018

Der achte Sinn

Eine starke künstliche Intelligenz würde sich von der menschlichen unterscheiden.

DIE WELT, 13. November 2018

Christian Bauckhage hält die Möglichkeit der Transition von schwacher zu starker Intelligenz nicht für ausgeschlossen. Was könnte sie ermöglichen? Vielleicht ein Ereignis, eine Koinzidenz? So wie in Kubricks „A Space Odyssey“, als einem Uraffen per Geistesblitz klar wird, dass sich ein Stock als Waffe nutzen lässt, er dieses Wissen umgehend anwendet und so mit seinem Stamm eine rivalisierende Horde besiegt? Vielleicht wenn in einem riesigen Datenmeer zufällig alle Parameter – welche auch immer das sein mögen – in einem Augenblick im richtigen Verhältnis stehen? „Vielleicht ist es tatsächlich der Moment, in dem eine bestimmte Komplexität des Systems erreicht ist“, so Bauckhage. „Bienen haben rund 200 Millionen vernetzte Nervenzellen, der Mensch dagegen unzählige Milliarden. Was die KI anbelangt, befinden wir uns technisch gesehen derzeit auf dem Niveau einer Biene. Wenn wir das in diesem Zusammenhang menschliche Niveau erreicht haben, könnte es möglicherweise eine Art von Geistesblitz geben, diesen plötzlichen Punkt, an dem so etwas wie ein Bewusstsein entsteht.“

Artikel in voller Länge

Oktober 2018

»Daten sind das Fundament für Künstliche Intelligenz«

Dr. Dirk Hecker im Interview mit Hendrik Geisler über eine technologische Revolution

Kölner Stadt-Anzeiger, 09. Oktober 2018

»Deutschland ist traditionell sehr gut in der Informatik, aber die deutsche Wirtschaft hegt eine gewisse Skepsis und Vorsicht vor neuen Technologien. Diese Haltung muss aufgegeben werden, und in den Unternehmen muss KI auf oberster Ebene ernstgenommen werden. In Deutschland müssen zudem unbedingt mehr Daten öffentlich verfügbar gemacht werden. Es gibt eine große Menge Start-ups, die tolle Ideen für Geschäftsmodelle haben. Ihnen fehlt aber das ausreichende Datenmaterial.«

Artikel in voller Länge

Juli 2018

Wie Banken Betrüger mit künstlicher Intelligenz jagen wollen

Kampf gegen Kriminalität

Wirtschaftswoche, 15. Juli 2018

Der tägliche Kampf der Banken gegen Betrug, Geldwäsche und Sanktionsverstöße verschlingt Milliarden und hält Tausende Mitarbeiter auf Trab. Und der Aufwand steigt. Die Attacken werden immer ausgeklügelter, die Vorschriften strenger. Die Konsequenz: Die Institute stocken ihr Personal in den Compliance-Abteilungen auf. Doch große Hoffnungen beim Aufspüren und Aussortieren von verdächtigen Transaktionen ruhen auf dem Einsatz künstlicher Intelligenz. Im Gegensatz zum klassischen Filtern, bei dem Experten Computern auf Basis bekannter Muster klare Regeln für die Erkennung von Betrug oder Geldwäsche vorgeben, „lernt“ ein Algorithmus ähnlich wie der Mensch auf Basis von Beispieldaten. „Künstliche Intelligenz birgt ein riesiges Potenzial, um die Effizienz und Effektivität zu erhöhen“, sagt Gerold Grasshoff vom Beratungsunternehmen Boston Consulting Group (BCG). „Bei Kreditkarten-Transaktionen gelingt die Betrugserkennung mit Hilfe von künstlicher Intelligenz schon sehr gut“, sagt Stefan Rüping vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme.

Maschinen lernen denken

Künstliche Intelligenz

Logistik heute, 01. Juli 2018

Sophia sieht aus wie Audrey Hepburn, hat das perfekte Lächeln, Ahnung vom Bankenwesen und weiß, wie bedingungslose Liebe geht. Im Grunde die perfekte Frau. Allerdings handelt es sich bei der jungen Dame nicht um eine mitteleuropäische Schönheit mit wirtschaftswissenschaftlichem Abschluss, sondern um einen humanoiden Roboter, der auf Basis künstlicher Intelligenz (KI) funktioniert. Laut ihrem Entwickler David Hanson, einem Robotikingenieur, lernt Sophia selbstständig dazu, kann einfache Gespräche führen und erfasst die Mimik ihres Gegenübers mithilfe von Kameras, die in ihren Augen versteckt sind. Damit kommt die Roboterdame dem Ideal von KI ziemlich nahe, an dem Forscher und Mathematiker bereits seit den 1950er-Jahren forschen: Maschinen mit ähnlichen kognitiven Fähigkeiten auszustatten, wie sie dem Menschen zur Verfügung stehen.

Juni 2018

Wenn Computer und Mensch sich ein Rededuell liefern

IBM Debater

Handelsblatt, 22. Juni 2018

Vor einigen Tagen lud IBM zu einem ungewöhnlichen Wettbewerb ein: Der IT-Konzern ließ ein neues System in einem Debattierwettbewerb antreten, „Project Debater“ lautete der Name passenderweise. Mit zwei erfahrenen Diskussionspartnern stritt das Programm beispielweise darüber, ob der Staat die Weltraumforschung subventionieren soll. (…)

Bei vielen Themen dürfte der IBM Debater jedoch hoffnungslos verloren sein: »Vieles, über das es sich zu debattieren lohnt, ist nicht in Datenbanken zu finden, gerade wenn es um ethische Diskussionen geht«, sagt der Spezialist fürs maschinelle Lernen (Christian Bauckhage) , die wichtigste Teildisziplin der KI. Auf das Weltwissen, das ein Mensch im Laufe seines Lebens sammelt, kann die Maschine nicht zurückgreifen. (…)

Daher ist eine Arbeitsteilung sinnvoll. »Wenn ein Manager hauptsächlich mit Zahlen und Fakten argumentiert, könnte man sich vorstellen, dass ein System wie der Debater bei der Vorbereitung helfen kann«, sagt Bauckhage. Doch bei der Vermittlung seien auch Emotionen wichtig. »Das System ist ein cleverer Faktenfinder, aber kann nicht die Überzeugungsarbeit leisten.« Ob in der Firma oder der Kirche.

Alle einsteigen!

Editoren für BBC Micro:Bit und Calliope mini

c't Magazin 14/2018, 22. Juni 2018

BBC Micro:Bit und Calliope mini wurden im Hinblick darauf entworfen, dass kleine Kinder sie gut handhaben können. Aber die beste kindgerechte Hardware nützt wenig ohne eine anfängerfreundliche Programmierumgebung. Weil es für diese beiden Platinen verwirrend viele davon gibt, haben wir uns das Angebot näher angesehen. (...)

Wenn Ihnen eine deutsche Programmierumgebung wichtig ist und Sie anspruchsvollere Projekte planen, als sie mit dem Calliope mini Editor realisierbar sind, ist das Open Roberta Lab die richtige Wahl. Die deutsche Version dieses Editors ist sorgfältig und vollständig lokalisiert.

Wie tickt eine künstliche Intelligenz?

Cebit 2018

Spiegel Online, 15. Juni 2018

Ebenso wenig wie Wachter will Bauckhage den Einsatz von automatisch entscheidenden Systemen (ADM) verhindern, im Gegenteil: »Insbesondere in der medizinischen Diagnostik sind sie schon heute oft viel besser als Menschen« - weil sie mit viel mehr Beispielen trainiert würden, als ein Mensch je anschauen könne. (…) Einen Königsweg zur erklärbaren KI aber gibt es noch nicht, nur eine ganze Reihe verschiedener Ansätze.

Hallo, du schöne Zukunft

Künstliche Intelligenz und Roboter auf der Cebit

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Juni 2018

Stefan Wrobel, Informatiker und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) in Sankt Augustin stellt die Ergebnisse einer Untersuchung vor zur Frage, wer auf der Welt derzeit den Ton angibt, wenn es um sogenannte tiefe künstliche neuronale Netze geht. Der Befund ist ziemlich eindeutig: Die Vereinigten Staaten und China dominieren, sowohl wenn es um in wissenschaftlichen Fachzeitschriften publizierte Artikel geht als auch um neu angemeldete Ideen. (...)

Breite IT-Bildung bleibt ein weiteres wichtiges Thema. Auf ihrem Messestand in Hannover präsentieren die Fraunhofer-Mitarbeiter die Lernplattform 'Open Roberta', die Schülern ab der dritten Klasse schon ermöglicht, Grundlagen des Programmierens zu lernen. Richard Erdmann zeigt, wie schnell Schüler mit Hilfe intuitiver Programmier-Bausteine einen Miniroboter oder einen Staubsauger steuern können.

Der gläserne Verbraucher muss besser geschützt werden

Algorithmen für Finanzmärkte

Wirtschaftswoche, 15. Juni 2018

Felix Hufeld, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin): »Die Finanzwirtschaft erlebt gerade einen tiefen digitalen Wandel. Um als Finanzaufseher angemessen reagieren zu können, tauschen wir uns regelmäßig mit Wissenschaft, Industrie und Verwaltung aus. Einen wesentlichen Diskussionsbeitrag möchten wir auch mit unserem neuen Bericht zum Thema Big Data und künstliche Intelligenz leisten, den wir mit Partnerschaft Deutschland, dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme und Boston Consulting Group erstellt haben. Der Bericht zeigt: Finanzwirtschaftliche Kundendaten sind besonders wertvoll, und der Wettlauf um diese Daten hat längst begonnen.»

Gipfeltreffen zur KI: Mensch oder Maschine – wer programmiert wen?

Microsoft, IBM und Facebook-Vertreter präsentieren sich auf der Cebit als Unternehmen, die mit der KI-Technik erst am Anfang stehen.

Heise, 14. Juni 2018

Das Problem in der Anwendung von KI sei nicht die Erhebung von Daten, waren sich KI-Professor Christian Bauckhage vom Fraunhofer-Institut und Moshe Rappoport von IBM in ihren Vorträgen einig, sondern die Frage, nach welchen Kriterien die Daten gebündelt und analysiert werden sollten. »Es hört sich trivial an, aber wir bei IBM verwenden extrem viel Zeit dafür, Entscheidungen zu treffen, welche Daten wir jetzt gebrauchen kann und welche nicht«, erklärte Rappoport. Bauckhage verwies darauf, dass das die Anzahl vorklassifizierter Daten ("labeled data"), also Bilder mit Namensetikett, von denen die KI lerne könne, noch extrem gering sei.

Warum eine Automobilberatung Prototypen baut

Automobilindustrie, 13. Juni 2018

Die Kooperation mit der Berylls-Digitalsparte kommt für Data Scientist Hendrik Stange zum perfekten Zeitpunkt: »Wir bewegen uns weg von einer verfahrensorientierten Perspektive hin zu einer sehr geschäfts- und wertschöpfungsorientierten Sichtweise«, erklärt Stange. »Da hat für die klassischen ,Machine Learner‘ bislang der Verbindungspunkt gefehlt.« Denn meistens haben die Daten der Kunden nicht gut zur eigentlichen Fragestellung gepasst. Heute steht stattdessen die Idee im Vordergrund; das Problem wird also nicht mehr nur so weit gelöst, wie die Daten es erlauben.

»Künstliche Intelligenz entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit«

Deutschlandfunk Wirtschaft am Mittag, 11. Juni 2018:

Künstliche Intelligenz ist eines der großen Themen auf der Technikmesse Cebit. Die Technologie werde die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft entscheidend beeinflussen, sagt Prof. Stefan Wrobel im Deutschlandfunk.

KI: Theorie gut - Praxis mangelhaft

Computerwoche, 11. Juni 2018

Machine Learning (ML) ist die Schlüsseltechnologie für kognitive Systeme auf KI-Basis und damit ein entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung von Unternehmen. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat in einer aktuellen Studie untersucht, wie Deutschland hier positioniert ist.

Mai 2018

Künstliche Intelligenz im Data Center: Rechenzentren auf dem Mond

Computerwoche, 18.Mai 2018

Über Künstliche Intelligenz wird schon seit den fünfziger Jahren spekuliert, ressourcentechnisch lässt sie sich jedoch erst seit kurzer Zeit umsetzen. Der Forscher Prof. Christian Bauckhage vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) und Experte für Deep Learning stellt dazu fest: »Ich sehe derzeit eigentlich keine prinzipiellen Grenzen bei KI-Technologie. Was hier in den letzten fünf Jahren passiert ist, überwältigt mich selbst. In den zwanzig Jahren meiner Tätigkeit in diesem Bereich hätte ich nie gedacht, dass ich diese Fortschritte in meiner Lebensspanne erlebe«. Das Thema KI wird also nicht verschwinden, sondern jedes Business betreffen, vom Mittelständler bis zum Großkonzern.

 

April 2018

»Die Tyrannei des Schmetterlings« – Frank Schätzings neues Buch über Künstliche Intelligenz

WDR aktuell, 23. April 2018

Frank Schätzing stellt sein neues Buch »Die Tyrannei des Schmetterlings« vor. Darin geht es um das Thema Künstliche Intelligenz. Prof. Stefan Wrobel, Institutsleiter des Fraunhofer IAIS, erklärt, warum KI eine Chance darstellt.

 

März 2018

Wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändert

Deutschlandfunk Lebenszeit, 23. März 2018:

Prof. Stefan Wrobel diskutiert im Deutschlandfunk mit Buchautorin Dr. Manuela Lenzen, Telekom-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kremer und Wissenschaftsjournalist Peter Welchering.

Wenn ein Algorithmus den Tod voraussagt

Deutschlandfunk Kultur, 8. März 2018:

Medizinische Daten seien so komplex, dass künstliche Intelligenzen die besser verarbeiten können, als Menschen, meint Christian Bauckhage. Denn der Arzt würde nur eine begrenzte Zahl an Erkrankungen pro Tag sehen, während in dieser Zeit die Maschine Millionen davon auswerten könnte, so Bauckhage. Der Professor für Informatik lehrt an der Universität Bonn und forscht am Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme.

»Ich forsche an Algorithmen, die in ihrer Entscheidungsfindung nachvollziehbar sind. Das ist ganz wichtig in einigen Anwendungen, zum Beispiel in der Medizin ist es so, dass wenn so ein Algorithmus eine Diagnose trifft, dann muss die ja verlässlich sein. Das heißt, im Zweifelsfall müsste ein Arzt in der Lage sein nachvollziehen zu können, wie der Algorithmus zu dieser Entscheidung gekommen ist.«

 

Februar 2018

Goldsucher im Datendschungel

Berliner Morgenpost, 3. Februar 2018:

Als Geschäftsführer der Fraunhofer-Allianz Big Data aus 30 Fraunhofer-Instituten kennt Dirk Hecker die verschiedensten Einsatzbereiche für eine kluge Datenanalyse, zum Beispiel in der Industrie: »Durch die prädiktive Wartung von Maschinen lassen sich Stillstände vermeiden. Dabei wird eine Reihe von baugleichen Maschinen mit Sensoren ausgestattet, die stündlich Hunderttausende Datensätze aufnehmen und eventuelle Unregelmäßigkeiten aufzeigen. Anhand dieser Daten kann ein Big-Data-Experte erkennen, welche Maschine besonders gut läuft und warum sie das tut. Außerdem kann er eine Prognose stellen, welches Bauteil demnächst defekt sein wird, sodass das Unternehmen früh genug agieren kann – was die Produktion natürlich deutlich optimiert und die ganze Firma wettbewerbsfähiger macht.«

 

Januar 2018

Meine Zeit steht in Rechners Händen

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. Januar 2018:

Die Datenschutzprobleme sieht auch Christian Bauckhage, Informatikprofessor an der Universität Bonn und Lead Scientist für maschinelles Lernen am Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme, wo er mit Intensiv- und Nuklearmedizinern an Projekten zum maschinellen Lernen für Diagnostik und Prognosen arbeitet. Er geht davon aus, dass hier Lösungen möglich sind und daher »Künstliche Intelligenz im allgemeinen und Deep Learning (neuronale Netze) im Besonderen zu Revolutionen in der medizinischen Diagnostik führen werden«.

Wie schlau ist die künstliche Intelligenz?

Süddeutsche Zeitung, 28. Januar 2018:

Auch sei die Frage noch immer nicht beantwortet, was Intelligenz eigentlich ist, sagt Christian Bauckhage vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme in Sankt Augustin. »Es ist extrem schwierig, Intelligenz zu beschreiben. Bedeutet es, Sachen zu erkennen, Pläne zu machen, in der Umwelt zu überleben? Ein präzise Definition gibt es nicht, und das war Turing klar.«

 

November 2017

Hand in Hand: Mensch und Roboter

Die Zeit, 7. November 2017:

Die Fraunhofer-Gesellschaft spricht von einem neu anbrechenden Zeitalter selbstlernender Maschinen, das vielfältige technische, aber auch gesellschaftliche Herausforderungen mit sich bringe. »Was bei uns in der Branche in den vergangenen fünf Jahren passierte, ist atemberaubend. Das stellt alles in den Schatten, was in den Jahren vorher geschah«, sagt Dr. Dirk Hecker, Geschäftsführer der Fraunhofer Allianz Big Data, in der sich im vergangenen Jahr 29 der insgesamt 69 Fraunhofer Institute zusammengeschlossen haben.

Ganz nüchtern betrachtet ist künstliche Intelligenz ein Teilgebiet der Informatik. Es beschäftigt sich mit der Erforschung von Mechanismen des intelligenten menschlichen Verhaltens durch Simulation. In der Wissenschaft ist neben KI vor allem die englische Kurzform AI (artificial intelligence) verbreitet.

 

Oktober 2017

Computer spielt Go gegen sich selbst - und wird unschlagbar

Süddeutsche Zeitung, 19. Oktober 2017:

Und auch über den Nutzen von Systemen wie Alpha Go Zero jenseits der Brettspiele wird noch zu diskutieren sein. Denn sein Erfolg beruht auf Kenntnis der Spielregeln, bemerkt Christian Bauckhage von Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme in Sankt Augustin: »Doch in welcher Situation in der echten Welt kennen wir schon alle Regeln?«

 

August 2017

Künstliche Intelligenz: So stark ist Deutschland in der Erforschung schlauer Computer

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. August 2017:

»Die vergangenen siebzehn Jahre hat sich so gut wie niemand wirklich dafür interessiert, was wir hier machen«, sagt Christian Bauckhage. Einige Computer- und Software-Spezialisten vielleicht, ein paar Nerds, Roboteringenieure und vor allem die Fans von Science-Fiction. »Nun stehen sie alle vor der Tür«, sagt er. Autokonzerne, Banken, Versicherungen, Pharmahersteller sowie Headhunter aus dem Silicon Valley rufen zudem täglich an.

Bauckhage lacht. Er ist Professor an der Universität in Bonn und einer der führenden Wissenschaftler für Machine Learning am Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) in Sankt Augustin. Eine Kleinstadt zwischen Köln und Bonn. Er arbeitet mit seinen Studenten an einem jener Entwicklungslabors, an dem Visionen und Theorien in mathematische Algorithmen gefasst, in Software gegossen und auf Computerbildschirme gebracht werden. Er arbeitet am morgen.

Juli 2017

Bonner Informatikprofessor im Interview: Humor macht Bots menschlich

Bonner Generalanzeiger, 14. Juli 2017:

Bots, also Computerprogramme für konkrete Aufgaben im Netz, können durchaus Humor haben. Das lässt sie menschlich wirken. Außerdem werden sie zunehmend lernfähiger. Stefan Wrobel, Bonner Informatik-Professor und Leiter des Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme, kurz IAIS, beobachtet die Fortschritte dieser Helfer im Internet genau.

Kritisch wird es dann, wenn Bots verschleiern, dass sie keine Menschen sind, sagt er im Interview der Deutschen Presse-Agentur: »Wenn ich nicht mitbekomme, dass Meinungen in Netzwerken nicht aus meinem Freundeskreis stammen, sondern von Automaten, ziehe ich womöglich falsche Schlüsse«, warnt er.

Datenmengen: Dr. Big Data

Weser Kurier, 5. Juli 2017:

Die Analyse großer Datenmengen birgt laut Stefan Rüping ein großes Potenzial für die Verbesserung der Gesundheitssysteme. (...)

Die Suche erfolgt nicht zielgerichtet, sondern offen. Supercomputer durchsuchen die Daten mithilfe von Algorithmen nach Zusammenhängen. So werden die Forscher auf Abhängigkeiten oder Wechselbeziehungen aufmerksam, nach denen sie gar nicht gefragt hatten. »Die so gewonnenen Hypothesen müssen dann natürlich von den Experten interpretiert werden«, sagt Rüping.

Die Leistung der Technik bestehe darin, dem Mediziner zu assistieren und ihn zu inspirieren – nicht, ihn zu ersetzen. Auch in der Krebstherapie kommen Big-Data-Analysen bereits zum Einsatz. Um die Behandlung zu verbessern, gleichen Datenbanken die genetischen Daten eines Patienten mit denen anderer Erkrankter ab.

 

Juni 2017

Noch nicht kaputt, schon repariert

Welt am Sonntag, 25. Juni 2017:

Vor allem große Unternehmen seien deswegen Vorreiter. Das denkt auch Gunar Ernis. Der Forscher vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS arbeitet in Modellprojekten mit Mittelständlern: »Mittelständische Unternehmen sind mit den riesigen Datenmengen schlicht überfordert. Dazu braucht es ein ganzes Team an Datenanalysen.« (…) Dennoch gilt Predictive Maintenance schon jetzt als Schlüsseltechnologie für die vernetzte Fabrik.

Die digitale Waffe im Wahlkampf

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Juni 2017:

Während also Experten und Studien teilweise der Ansicht sind, der Umgang von Unternehmen sozialer Netzwerke mit Social Bots sei weitestgehend intransparent, sehen andere Experten durchaus ein Bemühen der Unternehmen und vor allem die Nutzer in der Verantwortung.

Denn über das Internet erreichen uns Informationen immer öfter ungefiltert und direkt von einem Sender. »Heutzutage kann jeder Nachrichten erzeugen und weitergeben. Das führt dazu, dass wir als Gesellschaft nun erst einmal lernen müssen, wie damit umzugehen ist, dass Nachrichten nichts Exklusives mehr sind«, sagt Christian Bauckhage vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit künstlicher Intelligenz und des maschinellem Lernen und berät schon seit Jahren Politik, Industrie und Wirtschaft zu diesen Themen.

Künstliche Intelligenz: Gefährliche Algorithmen auf dem Prüfstand

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Juni 2017:

Christian Bauckhage, Medieninformatiker am Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme in Sankt Augustin, verwundert die Aufdeckung von Vorurteilen in Entscheidungsalgorithmen jedenfalls für nicht: »Im letzten Jahr gab es dazu schon die Beispiele des Microsoft Chatbots ,Tay‘, dem Internet-Trolle rassistische Sprache beibrachten, oder der App ,Google Photos‘, die glaubte, dunkelhäutige User seien Gorillas.«

Sein Vorschlag: ein Training für KI-Systeme in »Regelblasen«, die Expertenwissen abbilden und vorurteilsfrei sein müssten. Bauckhage: »Solange Künstliche Intelligenz nicht über Selbstreflexion verfügt, und das ist noch nicht der Fall, liegt die Verantwortung bei den Menschen, welche die KI-Systeme entwickeln.«

 

Mai 2017

Programmieren ab der 3. Klasse

RBB Abendschau, 05. Mai 2017:

 

Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung will mehr Kinder und Jugendliche für Technik begeistern und ihnen frühzeitig grundlegende Kenntnisse in Informatik und Programmierung vermitteln. Projektpartner des am Freitag vorgestellten Projektes ist das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS. Unterstützer sind das US-Unternehmen Google und die gemeinnützige Calliope gGmbH.

Im Rahmen der Initiative stellt Calliope den Berliner Schulen mit einer Förderung von Google 2.500 Mini-Computer zur Verfügung. Das Fraunhofer IAIS bildet dazu rund 100 Lehrkräfte aus und richtet bis zu fünf »Coding Hubs«  in Bibliotheken, Museen und anderen Lernorten ein, wo Kinder und Jugendliche auch außerschulisch programmieren können. Insgesamt sollen mit der Aktion rund 10.000 Berliner Schülerinnen und Schüler erreicht werden.

Wie Berliner Schüler jetzt Programmieren lernen

Berliner Morgenpost, 05. Mai 2017:

Vivien macht den Anfang mit der Präsentation des Programmes. Dafür lässt sie die Worte »Hallo, Frau Scheeres« über das Display ihres Sterns laufen. Auf dem Bildschirm können es alle mitverfolgen. Dass der Stern die Bildungssenatorin begrüßt, ist ihre Leistung – sie hat ihn so programmiert. Texte und Mathematikaufgaben seien ganz einfach, sagt die Schülerin. Einige Funktionen kenne sie aber noch nicht.

»Die Plattform bietet einen niedrigschwelligen Einstieg ins Programmieren«, sagt Stefan Wrobel, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS). Die digitale Welt brauche eine Generation, die nicht nur Nutzer, sondern auch Gestalter der neuen Technik sei. Es reiche nicht, ein Smartphone oder Tablet bedienen zu können. Digitale Kompetenzen und Kreativität seien gefragt.

Big Data: »Das Glück ist so nahe«

Versicherungswirtschaft Heute, 04. Mai 2017:

Das Erschließen neuer Datenquellen ist der »Bottle-Neck« bei Big Data, sagt Stefan Rüping, Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS. Versicherungsunternehmen und Banken sieht er im Vergleich zu IT- und Automobil-Branche zwar erst am Anfang, die Versicherer besitzen jedoch einen Vorteil. »Für die Versicherung sind Datenanalyse und Statistik zwar schon lange Geschäftsgrundlage«, meint Rüping.

Wenn die Versicherer dieselben Daten mit Deep Learning anstatt wie bisher mit Versicherungsmathematik auswerteten, bringe dies keine neuen Erkenntnisse. Um die Vorteile von Big Data auszuspielen, müssen die Unternehmen neue Datenquellen erschließen. Dabei geht es nicht nur um Telematik in Kfz-Haftpflicht und Life Tracking in der PKV. »Das Glück der Branche liegt so nahe. In Archiven und Aktenordnern schlummern viele Daten, die Versicherungsunternehmen heute schon nutzen können – ganze ohne Datenschutz-Problem«, so Rüping. Eine automatisierte Analyse von Texten wie Verträgen werde schon in vielen Branchen eingesetzt. Auch sei denkbar, dass der Computer Bilder und Videos selbst auswerte, um beispielsweise Versicherungsbetrug zu erkennen.

So wird Künstliche Intelligenz in der Produktion eingesetzt

Produktion, 03. Mai 2017:

Die hilfsbereiten Assistentinnen Cortana, Siri und Alexa sind nicht nur sogenannten Digital Natives geläufig. Wissensfragen beantwortet derlei Software sie jedem PC- und Smartphone-Nutzer inzwischen nahezu fehlerfrei. Was die freundlichen Damen und die Künstliche Intelligenz (KI) allerdings im industriellen Alltag leisten können, wird kontrovers beurteilt. Die Aufmerksamkeit auf das Thema KI ist jedenfalls sehr hoch.

Der Wissenschaftler Dr. Gunar Ernis spricht von einem regelrechten »KI-Hype«, der im Produktionsumfeld ausgebrochen sei. Er ist am Fraunhofer IAIS als Data Scientist tätig. In der Automobilindustrie etwa betreibt fast jeder Hersteller ein oder mehrere Künstliche-Intelligenz-Projekte, doch auch andere forschen und testen. »KI-Themen erleben gerade eine Renaissance«, beobachtet auch Prof. Detlef Zühlke, der im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), dem größten KI-Forschungsinstitut weltweit, leitend tätig ist.

 

April 2017

Drei Annäherungen an Künstliche Intelligenz in der Praxis

Produktion, 12. April 2017:

Darüber hinaus kann iProdict in Zukunft nicht nur in Fabriken angewendet werden, sondern auch die Abläufe in vielen anderen Unternehmensbereichen teil-automatisiert optimieren. »Je mehr Daten man produziert, desto genauer kann man den Prozess schärfen«, erklärt Dr. Gunar Ernis, Data Scientist, Fraunhofer-Institut IAIS.

Ernis ist einer der Wissenschaftler des interdisziplinären Teams, das an neuen Verfahren zur Analyse der rasant wachsenden Datenmengen industrieller Prozesse arbeitet. »KI-Modelle können, sobald sie trainiert worden sind, Vorhersagen über die Wahrscheinlichkeit von Defekten oder Mängeln treffen. Anlagen können sich damit selber überwachen«, so Ernis.

 

März 2017

Künstliche Intelligenz transformiert die Autoindustrie

Springer Professional, 29. März 2017:

Künstliche Intelligenz beschäftigt daher sehr intensiv die gesamte Autobranche. Der Zulieferer Bosch hatte erst jüngst angekündigt, künftig das »Gehirn« für das selbstfahrende Autos liefern zu wollen. Einen intelligenten Fahrzeugcomputer, der Verkehrssituationen interpretieren und Vorhersagen darüber treffen kann, wie sich andere Verkehrsteilnehmer verhalten. Der KI-Autocomputer soll spätestens Anfang der kommenden Dekade in Serie gehen. Auch Konkurrent Continental forscht im Bereich der künstlichen Intelligenz. Das Unternehmen arbeitet zusammen mit der Universität Oxford an Deep-Learning-Algorithmen, die die optische Objekterkennung und den Dialog zwischen Menschen und Maschinen zukünftig optimieren sollen. Das Team des Fraunhofer IAIS nutzt hingegen Deep-Learning-Verfahren, um besonders knifflige Probleme beim assistierten beziehungsweise autonomen Fahren zu lösen – etwa die selbstständige Navigation auf Baustellen.

 

Februar 2017

Big Data in der Psychiatrie: Software erkennt Psychoserisiko

Krankenkassenzentrale, 8. Februar 2017:

Auch das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS forscht zum Thema Big Data und entwickelt u.a. Lösungen für medizinische Datensätze im Bereich Life Sciences und Health Care. Ein Beispiel ist das Projekt CAP4Access, welches Ende des vergangenen Jahres endete. Hierfür wurden in mehreren Pilotstädten kollektive Daten für Zugangsmöglichkeiten zu Lokalitäten aus Sicht von Menschen mit eingeschränkter Mobilität gesammelt, die auf der Plattform »Wheelmap.org« veröffentlicht werden. Das IAIS begab sich hierfür einerseits auf die Suche nach Quellen, die Informationen zu den gewünschten Daten, wie dem Zustand von Fußgängerarealen oder die Höhe von Bordsteinkanten, liefern. Andererseits entwickelten die Forscher für dieses Projekt unter anderem internetbasierte konfigurierbare Darstellungen, welche die ensprechenden Zugangsoptionen verdeutlichen sollen.

 

Januar 2017

»Vision heroes«

Vision Zero International, 1. Januar 2017:

Camera improvements have been an important step, but if autonomous driving systems are ever to achieve human capabilities, judgement has to match perception. »Recognition-related tasks used by autonomous vehicles and driver assistance systems are currently being improved by the use of deep learning and artificial intelligence«, comments Stefan Eickeler, a senior scientist at Germany's Fraunhofer Institute for Intelligent Analysis and Information Systems.

 

Artikel in voller Länge in der digitalen Version der Januar 2017 Ausgabe auf der Seite von Vision Zero International

Archiv

Medienspiegel 2016

Medienspiegel 2015