Medienspiegel

April 2022

Neue Technologien: Die Bankenwelt steht noch ganz am Anfang der Reise

KI NOTE, 20. April 2022

»Künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning (ML), Data Science: Wenn es um neue Technologien geht, befindet sich die Bankenwelt offenbar immer noch ganz am Anfang ihres Wegs. Während Firmen wie Amazon und Google Data Science quasi in ihrer DNA hätten, müssten die Kreditinstitute sich erst noch dahin entwickeln, so der Datenspezialist Torsten Nahm. [...]

Dr. Georg Fuchs, der das Geschäftsfeld Big Data Analytics & Intelligence am Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS leitet, wies auf die gewachsene gesellschaftliche Bedeutung der KI hin. Selbst die Boulevardpresse nehme sich des Themas immer häufiger an. Kaum ein relevanter gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Bereich komme an der Thematik noch vorbei. Doch worum handelt es sich bei der Technologie genau? Wie kann man sich ihr begrifflich annähern? Dr. Fuchs verwies auf eine Definition des Computerwissenschaftlers John McCarthy, der 1955 eine allgemeine Definition vornahm. Demnach ist es das Ziel der Künstlichen Intelligenz, Maschinen zu entwickeln, die sich verhalten, als verfügten sie über Intelligenz.

Fuchs machte darauf aufmerksam, dass man zwischen KI, Machine Learning und Deep Learning (DL) fein unterscheiden müsse. KI sei eine Technologie, mit der ein Computer intelligentes, menschliches Verhalten nachahmen könne. Im Kontext von ML analysierten selbstlernende Algorithmen und Computerprogramme Datensätze und würden Muster und Gesetzmäßigkeiten erkennen, ohne dafür explizit programmiert zu sein. Deep Learning wiederum beschreibe die Umsetzung eines maschinellen Lernverfahrens in Form eines künstlichen neuronalen Netzes. Die Erzeugung der relevanten Merkmale für das Lernen erfolgt demnach selbsttätig. [...]

Zum Artikel

Expertenumfrage: KI in der Fertigung

Digital Manufacturing, 14. April 2022

Systeme, die auf künstlicher Intelligenz basieren, sind schon heute in der Lage, viele Aufgaben schneller und zuverlässiger zu erledigen als der Mensch.

KI ist deshalb einer der wichtigsten Motoren für die digitale Transformation und eine wichtige Schlüsseltechnologie für die Smart Factory. Wie weit KI in der Fertigung bereits vorgedrungen ist, erläutert in diesem Beitrag unter anderem Gunar Ernis, Geschäftsfeldleiter Industrial Analytics am Fraunhofer IAIS.

Die Fragen an die KI-Expert*innen lauten:

  1. KI-Anwendungen für den industriellen Einsatz sind häufig noch ein Forschungsthema und werden hauptsächlich in Demonstratoren und KI-Laboren gezeigt. Wie weit sind industrielle KI-Anwendungen bereits in die Praxis vorgestoßen?
  2. Bitte nennen Sie uns ein Beispiel für einen erfolgreichen KI-Einsatz in der Fertigungsindustrie!
  3. Was sollten mittelständische Fertigungsunternehmen beachten, wenn sie sich mit dem Thema KI beschäftigen wollen oder den Einsatz von KI-Lösungen planen?

Zum Artikel

Fit für den Sprung ins Quantenzeitalter mit dem »IAIS Evo Annealer«

Innovations Report, 07. April 2022

»Bereit für Quantentechnologien: Das Fraunhofer IAIS unterstützt Unternehmen dabei, sich auf die Herausforderungen und den Wandel ins Quantenzeitalter vorzubereiten. Dafür haben die Wissenschaftler*innen den »IAIS Evo Annealer« entwickelt, mit dem Unternehmen z. B. aus dem Bereich der Logistik, der Finanzbranche oder Produktion bereits heute das Potenzial von Quantentechnologien nutzen können, ohne auf einen Quantencomputer zugreifen zu müssen.

[...] Besonders vielversprechend sind Quantentechnologien für sehr rechenintensive Aufgaben, wie z. B. mathematische Probleme, die kurzfristig gelöst werden müssen oder besonders viele Variablen enthalten. »Darunter fallen Optimierungsprobleme jeglicher Art, die bisher nicht optimal gelöst werden können oder sehr viel Zeit für die Berechnung beanspruchen. Das ist etwa der Fall bei der Routenberechnung in der Logistik, Portfolioanalysen in der Finanzbranche oder der Berechnung von Materialbedarf in der Produktion«, erklärt Piatkowski. Insbesondere auch für die Künstliche Intelligenz (KI) sehen die Wissenschaftler*innen viel Potenzial im Quantencomputing. Teil ihrer Forschung am Fraunhofer IAIS besteht aktuell darin, die Technologie mithilfe von Quantencomputern von D-Wave und IBM für Maschinelles Lernen und KI nutzbar zu machen. [...]«

Zum Artikel

März 2022

Die KI-Backstube Pionierbetriebe zeigen, wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Mittelstand gelingt

Handelsblatt, 22. März 2022

»Bei Brötchen klappt es gut. Aber wie viele Torten morgen verkauft werden? Da wird es schon kniffliger. Das hat Jan Philipp Gresens in den vergangenen Tagen über seine Künstliche Intelligenz gelernt. Gresens ist einer von drei Geschäftsführern der Bäckereikette Ruch. Zusammen mit dem Kölner Start-up Foodforecast hat er im Februar eine Künstliche Intelligenz (KI) eingeführt. [...]«

Im Jahr 2018 rief die Bundesregierung die »Strategie Künstliche Intelligenz« aus. Die große Koalition verfolgte mit der Strategie den Plan, KI-Fachkräfte auszubilden oder anzulocken, eine modernere Recheninfrastruktur und zugängliche Datenpools bereitzustellen, sowie Forschung und betriebliche Praxis enger zu verzahnen – insbesondere im Mittelstand. Um »Transfer- und Einsatzhemmnisse« abzubauen verstärkte sich die KI-Förderung auf insgesamt fünf Milliarden Euro. Jedoch lediglich 6 Prozent der befragten Unternehmen nutzen KI, 22 Prozent können es sich vorstellen.

KI im Mittelstand führt ein wahres Schattendasein. Gründe dafür gibt es viele. Es fehlt an Fachkräften, Rechenkapazitäten und Investitionen. Darüber hinaus scheitern viele Ansätze daran, dass Unternehmensprozesse noch nicht digitalisiert sind.

»[...] Dirk Hecker, stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, rät vor dem Start zum Austausch mit Firmen, die schon KI-Erfahrung gesammelt haben. Man solle nicht mit dem methodisch komplexesten Projekt beginnen und genau abwägen, ob es sich lohnt, die KI selbst zu entwickeln oder einzukaufen [...]« als erste Maßnahme helfe der Erfahrungsaustausch aber enorm.

KI in Sprachassistenten – Wie Forschungen der Fraunhofer-Gesellschaft unseren Alltag verändern – Ein Interview mit Dr. Dirk Hecker, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IAIS

Diplomatisches Magazin, 15. März 2022

»Mit einem ähnlichen Elan, wie einst die deutsche Ingenieurskunst als Weltmarke etabliert wurde, kann jetzt das Neuland der datengetriebenen Dienstleistungen und Geschäftsmodelle aktiv gestaltet werden. Die Vision: Präzise Hochleistungssensorik und leistungsstarke Maschinen werden mit intelligenten KI-Systemen ›made in Germany‹ kombiniert und weltweit exportiert. Wir haben die Chance, bestehende Märkte zu stärken und neue aufzubauen. Dafür müssen wir die Schlüsseltechnologie KI beherrschen, Fachkräfte ausbilden, attraktive Angebote für KI-Forscherinnen und -Forscher anbieten und auch immer wieder mutig sein, bestehende Prozesse neu zu denken.« – Dr. Dirk Hecker.

Im Interview mit Diplomatisches Magazin wirft Dr. Dirk Hecker, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IAIS, einen Blick auf den Status Quo von KI in Deutschland und Europa. Der KI-Experte spricht darüber, wo die Potenziale für die deutsche und europäische Wirtschaft liegen, welche Kompetenzen und Anwendungen es im Bereich Künstliche Intelligenz bereits gibt und was noch zu tun ist, um Digitale Souveränität und Unabhängigkeit in Europa zu gewährleisten.

Zum Artikel

Mit KI Oberflächen intelligent prüfen

mo Magazin für Oberflächentechnik, März 2022

»Modular, präzise und schnell: Das Damage-Detection-System für reflektierende Oberflächen des Fraunhofer IAIS zeigt das Potenzial Künstlicher Intelligenz für die visuelle Qualitätskontrolle auf – ein wichtiger Schritt in der Produktion, um optische Mängel wie Kratzer, Lackfehler oder Staubeinschlüsse möglichst frühzeitig zu erkennen. [...]

Als eines der führenden Forschungsinstitute im Bereich Künstliche Intelligenz in Europa möchte das Fraunhofer IAIS die Qualitätsprüfung von reflektierenden Oberflächen durch den Einsatz von KI verbessern. Unter Leitung von Dr. Theresa Bick hat ein Forscherteam dafür ein modulares System entwickelt, welches komplett automatisiert Qualitätsmängel wie zum Beispiel Unregelmäßigkeiten oder Beschädigungen auf glänzenden oder diffus reflektierenden Oberflächen identifizieren kann. Dabei knüpft die Technologie an ein bereits etabliertes Bilderkennungsverfahren an, die Deflektometrie. [...] Die intelligenten Algorithmen sind es [...] die das Damage-Detection-System erfolgreich machen. Denn trotz umfangreicher Leistung benötigt das modulare System keine anspruchsvolle Technik. Mittlerweile läuft das gesamte Setup samt KI-Modul sowohl auf leistungsstarken Rechnern wie auch auf Single Board-Computern zuverlässig. [...]« Derzeit können Schäden einer Größe von 0,1 Millimeter auf einem Meter Baugröße erkannt werden.  

Februar 2022

Wie werden sich Quantentechnologien auf die Gesellschaft auswirken?

die-debatte.org, 16. Februar 2022

Wie werden sich Quantentechnologien auf die Gesellschaft auswirken? Und wo stehen wir aktuell? Auf der Debattenplattform »Die Debatte« von Wissenschaft im Dialog und der Technische Universität Braunschweig wirft IAIS-Lead Scientist Prof. Dr. Christian Bauckhage einen Blick in unsere Zukunft mit Quantentechnologien.

Quantencomputer gelten als entscheidende Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Mit stolzen zwei Milliarden Euro fördert der Bund bis 2026
deshalb den Bau eines wettbewerbsfähigen Quantencomputers. Ziel ist, dass in Deutschland ein solcher Quantencomputer mit mindestens »100 individuell steuerbaren Qubits« gebaut wird, wie es im Förderziel des Programms »Quantencomputer Demonstrationsaufbauten« heißt.

Prof. Dr. Christian Bauckhage sieht das Potenzial von Quantencomputern vor allem in Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz: »Die informatischen Methoden, die wir heute benutzen, um eine künstliche Intelligenz zu trainieren sind extrem rechenintensiv. Wenn wir hierfür einen Quantencomputer nutzen könnten, könnte das tolle Möglichkeiten für die künstliche Intelligenz schaffen.«

Zum Artikel

Neue KI-Verfahren in der Produktion: Selbstlernende Steuerungs-Software auf KI-Basis

elektroniknet.de, 15. Februar 2022

Drei Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft entwickeln gemeinsam eine autonome, mittels KI selbstlernende Steuerungssoftware für
Produktionsanlagen.

Im Rahmen des vom Land Hessen geförderten Projekts »KISPo« soll eine autonome, mittels KI selbstlernende Steuerungssoftware für Produktionsanlagen entstehen, wie sie etwa bei der Herstellung von Komponenten für Windenergieanlagen oder Elektromotoren zum Einsatz kommen.

Eine intelligente Steuerungssoftware, die auf Machine Learning oder Reinforcement Learning beruht, ist für solche komplexen Anlagen bislang nicht auf dem Markt – ein Manko, das sowohl vom Branchenverband VDMA als auch von wissenschaftlicher Seite beklagt wird. Eine Studie der Fraunhofer-Gesellschaft zu Machine Learning kam 2018 zu dem Ergebnis, dass eine »stärkere und schnellere anwendungsnahe Umsetzung von KI in konkrete Produkt-, Prozess- und Dienstleistungsinnovationen« vonnöten sei, um den Wirtschaftsstandort Deutschland auf Dauer konkurrenzfähig zu halten.

Zum Artikel

KI im Alltag: Anwendungsfeder für
Künstliche Intelligenz

bigdata-insider.de, 10. Februar 2022

Die Kompetenzplattform Künstliche Intelligenz Nordrhein-Westfalen KI.NRW startet die interaktive Explorationsplattform »KI.Welten« mit dem Ziel, einen umfassenden Überblick über die Einsatzmöglichkeiten für KI im privaten und beruflichen Sektor zu bekommen.

Binnen weniger Klicks lernen Interessierte auf der virtuellen Entdeckungstour, wo und wie KI zum Einsatz kommen kann. Über ein browserbasiertes Tool können die Anwender*innen  verschiedene Themen und KI-Schwerpunkte entdecken. Die »KI.Welten« dienen vor allem als Impuls- und Ideengeber für den Mittelstand, als Lernumgebung für den Einsatz in Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen oder als digitale Erkundungslandschaft für neugierige Technikfans.

Die KI.Welten stehen kostenfrei bereit und werden kontinuierlich um weitere Themeninseln ergänzt.

Zum Artikel

Januar 2022

Durchblick dank KI

Handelsblatt, 27. Januar 2022

Sind Roboter die besseren Wirtschaftsprüfer? Noch kann diese Frage von den Chefs der großen Prüfungsgesellschaften mit einem klaren Nein beantwortet werden, doch bereits jetzt wird intensiv an der nächsten Revolution in der Prüfung von Bilanzen gearbeitet.

»Künstliche Intelligenz, Softwareroboter und großflächige Datenanalysen sollen die Prüfung schneller, besser und sicherer machen.« Seit dem Skandal um Wirecard blickt die Öffentlichkeit mit Argusaugen auf die Arbeit von Wirtschaftsprüfenden, mit der neuen Digitaltechnologie kommt man dem Bedürfnis nach mehr Qualität und Sicherheit nach und wird darüber hinaus noch Herr der immer größer werdenden Datenmengen. »[...] PwC etwa entwickelt gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut eigene digitale Prüfungstools. [...] Die ›Big Four‹ erwarten, dass sie im Zuge der Digitalisierung nicht weniger Experten brauchen – aber welche mit anderen Fähigkeiten.« Daher würden in den kommenden Jahren auch Absolventen technischer Studienfächer, wie Data Scientists in den Fokus der Unternehmen rücken.

Internetseite klärt über Künstliche Intelligenz auf

t-online.de, 25. Januar 2022

»[...] Die ›Kompetenzplattform KI.NRW‹ hat ihre interaktive Lernplattform ›KI.Welten‹ gestartet. Damit können Nutzer die Einsatzmöglichkeiten der Technologie kennenlernen. Zur Zielgruppe des Dienstes gehören nach eigenen Angaben Bildungseinrichtungen und ›neugierige Technikfans‹. Für mittelständische Unternehmen soll ›KI.Welten‹ als Ideen-Plattform dienen.

Christian Temath, Geschäftsführer von ›KI.NRW‹: ›Studien haben gezeigt, dass immer mehr Menschen verstehen, was KI ist. Bei der Frage, wo KI-Systeme genau zum Einsatz kommen können, fühlen sich aber noch nicht alle gut abgeholt.‹ Genau da setze ›KI.Welten‹ an, indem veranschaulicht werde, dass KI bereits allgegenwärtiger Teil unseres Alltags sei. [...]«

 

Zum Artikel

OpenGPT-X: Europäisches KI-Sprachmodell startet durch mit 15 Millionen Euro

heise.de, 21. Januar 2022

Ein Konsortium bestehend aus zehn deutschen Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien verfolgt das  Ziel, ein großes KI-Sprachmodell für Europa zu entwickeln, jetzt erfolgte der Startschuss für das Projekt OpenGPT-X. Laut den Projektverantwortlichen liegt besonderer Wert auf der Berücksichtigung europäischer Kulturkontexte, europäischer Werte und Sprachenvielfalt, die in den großen KI-Modellen aus den USA oder aus China wie insbesondere GPT-3 und Wu Dao 2.0 zu wenig Gewicht haben.

»[...] Das Anliegen eines großen europäischen KI-Sprachmodells ist dabei von gesellschaftlicher Relevanz, da es beim Einsatz von KI-Schlüsseltechnologie mit Blick auf eine bevorstehende technologische Disruption um die digitale Souveränität und wirtschaftliche Tragfähigkeit Europas geht, wie Dr. Nicolas Flores-Herr vom Fraunhofer IAIS als Projektleiter betont. OpenGPT-X ist Teil der Gaia-X-Initiative zum Aufbau eines KI-Sprachmodells für Europa und hatte 2021 deren Förderwettbewerb gewonnen. Auch Datenschutz soll im Projektrahmen eine größere Rolle spielen. [...]«

 

Zum Artikel

Archiv

Medienspiegel 2021

Medienspiegel 2020

Medienspiegel 2019

Medienspiegel 2018

Medienspiegel 2017

Medienspiegel 2016

Medienspiegel 2015

Medienspiegel 2014

Medienspiegel 2013