Medienspiegel

Oktober 2022

Eine Ressource wie Strom: NRW optimiert maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz institutionell

c't - Magazin für Computer-Technik, 23. Oktober 2022

»Das Lamarr-Institut bündelt in Nordrhein-Westfalen Spitzenforschung für maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz. Land und Bund wollen die Entwicklung intelligenter Roboter und vertrauenswürdiger KI-Systeme künftig dauerhaft finanzieren.

Wenn Roboterfußballer aus Deutschland in diesem Jahr einmal mehr überlegen das WM-Finale gewinnen oder wenn künstliche Intelligenz beginnt, Humor zu verstehen, dann waren KI-Forscher von Rhein und Ruhr, genauer von der Uni Bonn und der Technischen Universität Dortmund am Werk. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IML (Institut für Materialfluss und Logistik) in Dortmund und dem Fraunhofer IAIS (Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme) in Sankt Augustin bei Bonn bildeten sie bisher das Kompetenzzentrum Maschinelles Lernen Rhein-Ruhr (ML2R).

Bund und Land haben nun entschieden, dieses Kompetenzzentrum künftig mit einem dauerhaften, festen Budget auszustatten. Anlässlich dieser Neuerung haben die Verantwortlichen das ML2R in „Lamarr-Institut“ umbenannt. [...]

›In Zukunft werde künstliche Intelligenz für die Wirtschaft in Deutschland zu einer ebenso wichtigen Ressource wie Strom‹, sagt Stefan Wrobel.«

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1, 2, 3, Erfolgserlebnis: Der Calliope mini im Informatikunterricht in der Sekundarstufe

c't - Magazin für Computer-Technik, 21. Oktober 2022

»Ursprünglich war der Calliope mini für die Grundschule gedacht. Der kleine Mikrocontrollers eignet sich aber auch sehr gut für den Unterricht ab Klasse 5, wie unser Beispiel für mehrere Unterrichtseinheiten zeigt.

Der Calliope mini ist in wenigen Minuten einsatzbereit. Das macht ihn für den Unterricht in der Schule oder fürs Experimentieren daheim so attraktiv. Außer dem Mikrocontroller selbst benötigt man nur noch ein USB-Kabel und einen Computer mit Internetzugang. Das Programmieren kann sofort beginnen – ohne zusätzliche Steckbretter, Kabel, Sensoren oder Ähnliches. [...]

Mit dem Calliope mini macht Programmieren im Schulunterricht Spaß. Durch die Blockprogrammierung in einer didaktisch sinnvoll reduzierten Programmierumgebung erreichen die Schüler schnell erste Erfolge. Da Syntaxfehler praktisch ausgeschlossen sind, können sie sich auf das Wesentliche, die Programmstrukturen, konzentrieren.

Die Erfahrung aus dem Unterricht in der Sekundarstufe zeigt: Der Calliope mini eignet sich längst nicht nur für die Grundschule. Er lässt sich – wie in diesem Artikel beschrieben – erfolgreich in den Klassenstufen 5 bis 8 einsetzen. Die Einsatzmöglichkeiten reichen aber auch darüber hinaus bis zum Informatik-Grundkurs der Sekundarstufe II.«

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September 2022

Weltweit wichtige Forschungseinrichtung in Sankt Augustin
eröffnet

General-Anzeiger Bonn, 29. September 2022

»›Das Lamarr-Institut nimmt eine Schlüsselrolle in der bundesweiten KI-Strategie ein und hat eine europaweite und weltweite Ausstrahlung‹, sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. [...]

Künstliche Intelligenz wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle in der Gesellschaft einnehmen. Das Lamarr-Institut forscht zu diesem Thema und will dafür sorgen, dass auch ethische Fragen geklärt werden. Unter anderem NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst eröffnete das Forschungszentrum am 29. September in Sankt Augustin. [...]

[...] Die Forschung hat bereits 2018 in dem als Projekt geförderten „Kompetenzzentrum Maschinelles Lernen Rhein-Ruhr“ (ML2R) begonnen. Das Institut wird nun langfristig durch den Bund und das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Mit beteiligt an dem Institut ist die Technische Universität Dortmund, die Universität Bonn sowie das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) in Sankt Augustin und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund.
 
›Forschung ist unsere erste Säule. Wir wollen aber nicht nur Papier schwärzen. Wir wollen dafür sorgen, dass wir Wert für die Gesellschaft und für die Wirtschaft erzeugen‹, sagte Prof. Dr. Stefan Wrobel, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS).«

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SmartHospital.NRW Summit: Erfolgreiche Veranstaltung für inter-
disziplinären Austausch von KI-Projekten in Krankenhäusern


MEDECON RUHR, 21. September 2022

»Das erste SmartHospital.NRW Summit am 25. August war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Unter der Moderation von Dr. med. Anke Diehl, CTO der Universitätsmedizin Essen und Medizinerin des Jahres 2021, und Dr. Christian Temath, Geschäftsführer von der Kompetenzplattform KI.NRW. [...]

Das erste SmartHospital.NRW-Summit hat Projektbeteiligte, Stakeholder:innen und interessiertes Fachpublikum zusammengebracht. Genau dieses interdisziplinäre Netzwerk ist notwendig, um auch zukünftige KI-Projekte in Krankenhäusern voranzutreiben. ›Ich freue mich sehr, dass ich dabei sein konnte und die Perspektive der Informationssicherheit auf KI-Projekte darstellen durfte‹, reflektiert Prof. Thomas Jäschke, Vorstand der DATATREE AG, die Veranstaltung.«

Im Fokus stand der interdisziplinäre Austausch der Teilnehmenden rund um die Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Krankenhaus um auch zukünftige KI-Projekte in Krankenhäusern voranzutreiben.

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»Das ist wie ein Kochrezept«

Süddeutsche Zeitung, 1. September 2022

»Lesen, Schreiben, Rechnen: Auf diese drei Kulturtechniken können sich wohl fast alle Menschen einigen. Als vierte wird nun häufig Programmieren ins Spiel gebracht [...]. Thorsten Leimbach, Leiter des Bereichs »Smart Coding and Learning« am Fraunhofer-Institut IAIS in Sankt Augustin, sagt, dass auch Menschen jenseits des Schulalters programmieren lernen können. Und das dies neue berufliche Chancen eröffne, aber auch konkret im Alltag weiterhelfe. [...]

Einen einfachen Einstieg schaffen Low-Code- oder auch No-Code-Anwendungen, broweserbasierte Prgramme die man als Website aufrugt, sowie Open Roberta, die Thorsten Leimbach am Fraunhofer-Institut IAIS mitentwickelt hat. Per Drag-and-Drop können Nutzer mit der graphischen Programmiersprache Nepo einzelne Befehlsblöcke in die richtige Reihenfolge bringen. [...] Wenn man eine Website mit der Programmiersprache HTML bauen will, braucht man Hardware, die die befehle ausführt. So zum Beispiel ein Lego-Roboter oder Mini-Computer wie ein Calliope [...].«

August 2022

Willms-Schüler lernen programmieren

Weser Kurier, Bremer Tageszeitung, Delmenhorster Kurier, 27. August 2022

 

»›Ich bin beeindruckt von dem, was ich hier heute gesehen und gehört habe‹, erklärt Bettina Stark-Watzinger zum Abschluss ihres rund zweistündigen Besuchs am Willms, bei dem sie sich über mehrere Projekte zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) informiert hat.

Am Delmenhorster Gymnasium läuft seit dem vergangenen Jahr ein Pilotprojekt unter dem Titel »AI4Schools« mit dem Frauenhofer IAIS in Sankt Augustin. Idee dieses Projektes ist es, Oberstufenschülern einerseits wichtige Einblicke in die Schlüsseltechnologie KI und erste Programmierkenntnisse zu vermitteln, sowie andererseits eine Basis für eine gesellschaftliche Diskussion über mögliche Einsatzbereiche von KI und zukunftsfähige Berufsperspektiven aus erster Hand zu geben.

›Das Konzept ist mehrfach erfolgreich erprobt‹, zeigt sich auch Max Landefeld vom Frauenhofer IAIS zufrieden. Deshalb hat sich das Institut zum Ziel gesetzt, das Projekt an vielen weiteren Schulen in ganz Deutschland zu verstetigen. [...]. Klaas Wiggers, der als Mint-Koordinator das Projekt seitens des Willms betreut, plant gemeinsam mit dem Fraunhofer IAIS für Ende November ein Mint-EC-Camp, an dem Schulen aus ganz Deutschland teilnehmen werden. Das Delmenhorster Gymnasium ist der Gastgeber.«

KI-Zertifizierung: Der große KI-Check für jede Norm kommt

VDI Nachrichten, 26. August 2022

»Das Deutsche Institut für Normung (DIN) in Berlin will weitgehend automatisiert mit Methoden der künstlichen Intelligenz (KI bzw. AI: Artificial Intelligence) rund 34 000 Normen prüfen, und zwar darauf, ob sie KI-tauglich sind. Diese auf KI-Fähigkeit überprüften Normen sollen auf die Stärkung der über die EU geprägten Dachmarke »AI made in Europe« einzahlen. Die Berliner setzen dabei darauf, die KI-Fähigkeit von Normen mit Methoden des maschinellen Lernens zu überprüfen. Im Rahmen des Projekts wird ein Prüfverfahren erarbeitet und in ausgewählten Normenausschüssen pilotiert. Hierfür wird ein KI-Werkzeug entwickelt, das die Auswahl und Klassifikation KI-relevanter Normen beschleunigt. Bis Ende 2023 sollen die Ergebnisse vorliegen.

›Wir setzen so auf eine besonders effiziente Vorgehensweise, um das Normenwerk auf KI-Tauglichkeit zu prüfen‹, erklärt Stefan Wrobel, Professor für Informatik an der Universität Bonn und Sprecher der Fraunhofer-Allianz Big Data und Künstliche Intelligenz.«

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Juli 2022

»Künstliche Intelligenz ermüdet nicht«

Automobil Produktion, 22. Juli 2022

»›In der Automobilproduktion findet KI bereits diverse Anwendungsbereiche. Wie dadurch die Qualitätskontrolle optimiert wird und warum ein Zusammenspiel aus Mensch und Maschine essenziell ist‹, erklärt Theresa Bick vom Fraunhofer IAIS und Fraunhofer CCIT.

KI-basierte Scanning-Systeme werden zunehmend demokratisiert und einfacher einsetzbar. Welche möglichen, künftigen Anwendungsbereiche sehen Sie, Frau Bick, außerhalb der Automobil-Lackiererei?

›Automotive ist ein bedeutender Anwendungsbereich - nicht nur in der Lackiererei, sondern auch bereits früher im Prozess, zum Beispiel bei der Überprüfung der rohen Karosserien. Darüber hinaus ist der Einsatz im Automotive Bereich auch für Zulieferer, zum Beispiel von Teilen der Innenausstattung oder Felgen, interessant.

Ganz allgemein gesprochen halte ich Bereiche für geeignet, in denen eine große Stückzahl mit einem hohen Qualitätsanspruch produziert wird. So lässt sich zum Beispiel auch an andere Bereiche wie Metallverarbeitung, Haushaltsgeräte oder Medizinprodukte denken.‹

Wo liegen derzeit die Grenzen von KI in der Qualitätssicherung und an welcher Stelle wird der Mensch zukünftig noch benötigt?

›Es kann in vielen Bereichen hilfreich sein, sich von der Vorstellung zu distanzieren, dass Künstliche Intelligenz den Menschen komplett ersetzen soll. Die Mitarbeitenden haben langjährige Erfahrung, die wir uns zu Nutze machen sollten. Daher sehen wir, dass insbesondere das Zusammenspiel aus menschlicher Expertise mit KI ein sehr rentables System ergibt.‹«

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»Ich mochte die abstrakten Muster«

Welt am Sonntag, 2. Juli 2022

»Nach abgeschlossenem Bachelor und Master der Mathematik an den Universitäten Bonn und Köln kam Anna Schmitz über eine Karrierebörse zum Fraunhofer IAIS in St. Augustin und dessen Arbeit zur künstlichen Intelligenz (KI).

Heute befasst sie sich am Fraunhofer IAIS mit dem Bereich vertrauenswürdige KI, dazu zählt etwa Fairness: ›Manche Systeme sind aufgrund der Informationen, mit denen sie trainiert werden, voreingenommen. Da einige KI-Technologien aus Daten lernen, könnten sie diskriminierende Muster übernehmen. Das kann dazu führen, dass Menschen bei Bewerbungen, Versicherungen oder auch im Rechtssystem benachteiligt werden. [...]

Deshalb ist die Datenqualität entscheidend. Meine Aufgabe ist es konkret, Methoden und Verfahren zu entwickeln, mit deren Hilfe die Qualität und Risiken von KI beurteilt werden können. Dabei untersuche ich mathematische Möglichkeiten, die Fairness messbar machen sollen‹, so Schmitz.«

April 2022

Neue Technologien: Die Bankenwelt steht noch ganz am Anfang der Reise

KI NOTE, 20. April 2022

»Künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning (ML), Data Science: Wenn es um neue Technologien geht, befindet sich die Bankenwelt offenbar immer noch ganz am Anfang ihres Wegs. Während Firmen wie Amazon und Google Data Science quasi in ihrer DNA hätten, müssten die Kreditinstitute sich erst noch dahin entwickeln, so der Datenspezialist Torsten Nahm. [...]

Dr. Georg Fuchs, der das Geschäftsfeld Big Data Analytics & Intelligence am Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS leitet, wies auf die gewachsene gesellschaftliche Bedeutung der KI hin. Selbst die Boulevardpresse nehme sich des Themas immer häufiger an. Kaum ein relevanter gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Bereich komme an der Thematik noch vorbei. Doch worum handelt es sich bei der Technologie genau? Wie kann man sich ihr begrifflich annähern? Dr. Fuchs verwies auf eine Definition des Computerwissenschaftlers John McCarthy, der 1955 eine allgemeine Definition vornahm. Demnach ist es das Ziel der Künstlichen Intelligenz, Maschinen zu entwickeln, die sich verhalten, als verfügten sie über Intelligenz.

Fuchs machte darauf aufmerksam, dass man zwischen KI, Machine Learning und Deep Learning (DL) fein unterscheiden müsse. KI sei eine Technologie, mit der ein Computer intelligentes, menschliches Verhalten nachahmen könne. Im Kontext von ML analysierten selbstlernende Algorithmen und Computerprogramme Datensätze und würden Muster und Gesetzmäßigkeiten erkennen, ohne dafür explizit programmiert zu sein. Deep Learning wiederum beschreibe die Umsetzung eines maschinellen Lernverfahrens in Form eines künstlichen neuronalen Netzes. Die Erzeugung der relevanten Merkmale für das Lernen erfolgt demnach selbsttätig. [...]«

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Expertenumfrage: KI in der Fertigung

Digital Manufacturing, 14. April 2022

»Systeme, die auf künstlicher Intelligenz basieren, sind schon heute in der Lage, viele Aufgaben schneller und zuverlässiger zu erledigen als der Mensch.

KI ist deshalb einer der wichtigsten Motoren für die digitale Transformation und eine wichtige Schlüsseltechnologie für die Smart Factory. Wie weit KI in der Fertigung bereits vorgedrungen ist, erläutert in diesem Beitrag unter anderem Gunar Ernis, Geschäftsfeldleiter Industrial Analytics am Fraunhofer IAIS.

Die Fragen an die KI-Expert*innen lauten:

  1. KI-Anwendungen für den industriellen Einsatz sind häufig noch ein Forschungsthema und werden hauptsächlich in Demonstratoren und KI-Laboren gezeigt. Wie weit sind industrielle KI-Anwendungen bereits in die Praxis vorgestoßen?
  2. Bitte nennen Sie uns ein Beispiel für einen erfolgreichen KI-Einsatz in der Fertigungsindustrie!
  3. Was sollten mittelständische Fertigungsunternehmen beachten, wenn sie sich mit dem Thema KI beschäftigen wollen oder den Einsatz von KI-Lösungen planen?«

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Fit für den Sprung ins Quantenzeitalter mit dem »IAIS Evo Annealer«

Innovations Report, 07. April 2022

»Bereit für Quantentechnologien: Das Fraunhofer IAIS unterstützt Unternehmen dabei, sich auf die Herausforderungen und den Wandel ins Quantenzeitalter vorzubereiten. Dafür haben die Wissenschaftler*innen den »IAIS Evo Annealer« entwickelt, mit dem Unternehmen z. B. aus dem Bereich der Logistik, der Finanzbranche oder Produktion bereits heute das Potenzial von Quantentechnologien nutzen können, ohne auf einen Quantencomputer zugreifen zu müssen.

[...] Besonders vielversprechend sind Quantentechnologien für sehr rechenintensive Aufgaben, wie z. B. mathematische Probleme, die kurzfristig gelöst werden müssen oder besonders viele Variablen enthalten. ›Darunter fallen Optimierungsprobleme jeglicher Art, die bisher nicht optimal gelöst werden können oder sehr viel Zeit für die Berechnung beanspruchen. Das ist etwa der Fall bei der Routenberechnung in der Logistik, Portfolioanalysen in der Finanzbranche oder der Berechnung von Materialbedarf in der Produktion‹, erklärt Piatkowski. Insbesondere auch für die Künstliche Intelligenz (KI) sehen die Wissenschaftler*innen viel Potenzial im Quantencomputing. Teil ihrer Forschung am Fraunhofer IAIS besteht aktuell darin, die Technologie mithilfe von Quantencomputern von D-Wave und IBM für Maschinelles Lernen und KI nutzbar zu machen. [...]«

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März 2022

Die KI-Backstube Pionierbetriebe zeigen, wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Mittelstand gelingt

Handelsblatt, 22. März 2022

»Bei Brötchen klappt es gut. Aber wie viele Torten morgen verkauft werden? Da wird es schon kniffliger. Das hat Jan Philipp Gresens in den vergangenen Tagen über seine Künstliche Intelligenz gelernt. Gresens ist einer von drei Geschäftsführern der Bäckereikette Ruch. Zusammen mit dem Kölner Start-up Foodforecast hat er im Februar eine Künstliche Intelligenz (KI) eingeführt. [...]«

Im Jahr 2018 rief die Bundesregierung die »Strategie Künstliche Intelligenz« aus. Die große Koalition verfolgte mit der Strategie den Plan, KI-Fachkräfte auszubilden oder anzulocken, eine modernere Recheninfrastruktur und zugängliche Datenpools bereitzustellen, sowie Forschung und betriebliche Praxis enger zu verzahnen – insbesondere im Mittelstand. Um »Transfer- und Einsatzhemmnisse« abzubauen verstärkte sich die KI-Förderung auf insgesamt fünf Milliarden Euro. Jedoch lediglich 6 Prozent der befragten Unternehmen nutzen KI, 22 Prozent können es sich vorstellen.

KI im Mittelstand führt ein wahres Schattendasein. Gründe dafür gibt es viele. Es fehlt an Fachkräften, Rechenkapazitäten und Investitionen. Darüber hinaus scheitern viele Ansätze daran, dass Unternehmensprozesse noch nicht digitalisiert sind.

»[...] Dirk Hecker, stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, rät vor dem Start zum Austausch mit Firmen, die schon KI-Erfahrung gesammelt haben. Man solle nicht mit dem methodisch komplexesten Projekt beginnen und genau abwägen, ob es sich lohnt, die KI selbst zu entwickeln oder einzukaufen [...]« als erste Maßnahme helfe der Erfahrungsaustausch aber enorm.

KI in Sprachassistenten – Wie Forschungen der Fraunhofer-Gesellschaft unseren Alltag verändern – Ein Interview mit Dr. Dirk Hecker, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IAIS

Diplomatisches Magazin, 15. März 2022

»›Mit einem ähnlichen Elan, wie einst die deutsche Ingenieurskunst als Weltmarke etabliert wurde, kann jetzt das Neuland der datengetriebenen Dienstleistungen und Geschäftsmodelle aktiv gestaltet werden. Die Vision: Präzise Hochleistungssensorik und leistungsstarke Maschinen werden mit intelligenten KI-Systemen ›made in Germany‹ kombiniert und weltweit exportiert. Wir haben die Chance, bestehende Märkte zu stärken und neue aufzubauen. Dafür müssen wir die Schlüsseltechnologie KI beherrschen, Fachkräfte ausbilden, attraktive Angebote für KI-Forscherinnen und -Forscher anbieten und auch immer wieder mutig sein, bestehende Prozesse neu zu denken.‹ – Dr. Dirk Hecker.

Im Interview mit Diplomatisches Magazin wirft Dr. Dirk Hecker, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IAIS, einen Blick auf den Status Quo von KI in Deutschland und Europa. Der KI-Experte spricht darüber, wo die Potenziale für die deutsche und europäische Wirtschaft liegen, welche Kompetenzen und Anwendungen es im Bereich Künstliche Intelligenz bereits gibt und was noch zu tun ist, um Digitale Souveränität und Unabhängigkeit in Europa zu gewährleisten.«

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Mit KI Oberflächen intelligent prüfen

mo Magazin für Oberflächentechnik, März 2022

»Modular, präzise und schnell: Das Damage-Detection-System für reflektierende Oberflächen des Fraunhofer IAIS zeigt das Potenzial Künstlicher Intelligenz für die visuelle Qualitätskontrolle auf – ein wichtiger Schritt in der Produktion, um optische Mängel wie Kratzer, Lackfehler oder Staubeinschlüsse möglichst frühzeitig zu erkennen. [...]

Als eines der führenden Forschungsinstitute im Bereich Künstliche Intelligenz in Europa möchte das Fraunhofer IAIS die Qualitätsprüfung von reflektierenden Oberflächen durch den Einsatz von KI verbessern. Unter Leitung von Dr. Theresa Bick hat ein Forscherteam dafür ein modulares System entwickelt, welches komplett automatisiert Qualitätsmängel wie zum Beispiel Unregelmäßigkeiten oder Beschädigungen auf glänzenden oder diffus reflektierenden Oberflächen identifizieren kann. Dabei knüpft die Technologie an ein bereits etabliertes Bilderkennungsverfahren an, die Deflektometrie. [...] Die intelligenten Algorithmen sind es [...] die das Damage-Detection-System erfolgreich machen. Denn trotz umfangreicher Leistung benötigt das modulare System keine anspruchsvolle Technik. Mittlerweile läuft das gesamte Setup samt KI-Modul sowohl auf leistungsstarken Rechnern wie auch auf Single Board-Computern zuverlässig. [...]« Derzeit können Schäden einer Größe von 0,1 Millimeter auf einem Meter Baugröße erkannt werden.  

Februar 2022

Wie werden sich Quantentechnologien auf die Gesellschaft auswirken?

die-debatte.org, 16. Februar 2022

Wie werden sich Quantentechnologien auf die Gesellschaft auswirken? Und wo stehen wir aktuell? Auf der Debattenplattform »Die Debatte« von Wissenschaft im Dialog und der Technische Universität Braunschweig wirft IAIS-Lead Scientist Prof. Dr. Christian Bauckhage einen Blick in unsere Zukunft mit Quantentechnologien.

Quantencomputer gelten als entscheidende Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Mit stolzen zwei Milliarden Euro fördert der Bund bis 2026
deshalb den Bau eines wettbewerbsfähigen Quantencomputers. Ziel ist, dass in Deutschland ein solcher Quantencomputer mit mindestens »100 individuell steuerbaren Qubits« gebaut wird, wie es im Förderziel des Programms »Quantencomputer Demonstrationsaufbauten« heißt.

Prof. Dr. Christian Bauckhage sieht das Potenzial von Quantencomputern vor allem in Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz: »Die informatischen Methoden, die wir heute benutzen, um eine künstliche Intelligenz zu trainieren sind extrem rechenintensiv. Wenn wir hierfür einen Quantencomputer nutzen könnten, könnte das tolle Möglichkeiten für die künstliche Intelligenz schaffen.«

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Neue KI-Verfahren in der Produktion: Selbstlernende Steuerungs-Software auf KI-Basis

elektroniknet.de, 15. Februar 2022

Drei Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft entwickeln gemeinsam eine autonome, mittels KI selbstlernende Steuerungssoftware für
Produktionsanlagen.

Im Rahmen des vom Land Hessen geförderten Projekts »KISPo« soll eine autonome, mittels KI selbstlernende Steuerungssoftware für Produktionsanlagen entstehen, wie sie etwa bei der Herstellung von Komponenten für Windenergieanlagen oder Elektromotoren zum Einsatz kommen.

Eine intelligente Steuerungssoftware, die auf Machine Learning oder Reinforcement Learning beruht, ist für solche komplexen Anlagen bislang nicht auf dem Markt – ein Manko, das sowohl vom Branchenverband VDMA als auch von wissenschaftlicher Seite beklagt wird. Eine Studie der Fraunhofer-Gesellschaft zu Machine Learning kam 2018 zu dem Ergebnis, dass eine »stärkere und schnellere anwendungsnahe Umsetzung von KI in konkrete Produkt-, Prozess- und Dienstleistungsinnovationen« vonnöten sei, um den Wirtschaftsstandort Deutschland auf Dauer konkurrenzfähig zu halten.

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KI im Alltag: Anwendungsfeder für
Künstliche Intelligenz

bigdata-insider.de, 10. Februar 2022

Die Kompetenzplattform Künstliche Intelligenz Nordrhein-Westfalen KI.NRW startet die interaktive Explorationsplattform »KI.Welten« mit dem Ziel, einen umfassenden Überblick über die Einsatzmöglichkeiten für KI im privaten und beruflichen Sektor zu bekommen.

Binnen weniger Klicks lernen Interessierte auf der virtuellen Entdeckungstour, wo und wie KI zum Einsatz kommen kann. Über ein browserbasiertes Tool können die Anwender*innen  verschiedene Themen und KI-Schwerpunkte entdecken. Die »KI.Welten« dienen vor allem als Impuls- und Ideengeber für den Mittelstand, als Lernumgebung für den Einsatz in Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen oder als digitale Erkundungslandschaft für neugierige Technikfans.

Die KI.Welten stehen kostenfrei bereit und werden kontinuierlich um weitere Themeninseln ergänzt.

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Januar 2022

Durchblick dank KI

Handelsblatt, 27. Januar 2022

Sind Roboter die besseren Wirtschaftsprüfer? Noch kann diese Frage von den Chefs der großen Prüfungsgesellschaften mit einem klaren Nein beantwortet werden, doch bereits jetzt wird intensiv an der nächsten Revolution in der Prüfung von Bilanzen gearbeitet.

»Künstliche Intelligenz, Softwareroboter und großflächige Datenanalysen sollen die Prüfung schneller, besser und sicherer machen.« Seit dem Skandal um Wirecard blickt die Öffentlichkeit mit Argusaugen auf die Arbeit von Wirtschaftsprüfenden, mit der neuen Digitaltechnologie kommt man dem Bedürfnis nach mehr Qualität und Sicherheit nach und wird darüber hinaus noch Herr der immer größer werdenden Datenmengen. »[...] PwC etwa entwickelt gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut eigene digitale Prüfungstools. [...] Die ›Big Four‹ erwarten, dass sie im Zuge der Digitalisierung nicht weniger Experten brauchen – aber welche mit anderen Fähigkeiten.« Daher würden in den kommenden Jahren auch Absolventen technischer Studienfächer, wie Data Scientists in den Fokus der Unternehmen rücken.

Internetseite klärt über Künstliche Intelligenz auf

t-online.de, 25. Januar 2022

»[...] Die ›Kompetenzplattform KI.NRW‹ hat ihre interaktive Lernplattform ›KI.Welten‹ gestartet. Damit können Nutzer die Einsatzmöglichkeiten der Technologie kennenlernen. Zur Zielgruppe des Dienstes gehören nach eigenen Angaben Bildungseinrichtungen und ›neugierige Technikfans‹. Für mittelständische Unternehmen soll ›KI.Welten‹ als Ideen-Plattform dienen.

Christian Temath, Geschäftsführer von ›KI.NRW‹: ›Studien haben gezeigt, dass immer mehr Menschen verstehen, was KI ist. Bei der Frage, wo KI-Systeme genau zum Einsatz kommen können, fühlen sich aber noch nicht alle gut abgeholt.‹ Genau da setze ›KI.Welten‹ an, indem veranschaulicht werde, dass KI bereits allgegenwärtiger Teil unseres Alltags sei. [...]«

 

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OpenGPT-X: Europäisches KI-Sprachmodell startet durch mit 15 Millionen Euro

heise.de, 21. Januar 2022

Ein Konsortium bestehend aus zehn deutschen Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien verfolgt das  Ziel, ein großes KI-Sprachmodell für Europa zu entwickeln, jetzt erfolgte der Startschuss für das Projekt OpenGPT-X. Laut den Projektverantwortlichen liegt besonderer Wert auf der Berücksichtigung europäischer Kulturkontexte, europäischer Werte und Sprachenvielfalt, die in den großen KI-Modellen aus den USA oder aus China wie insbesondere GPT-3 und Wu Dao 2.0 zu wenig Gewicht haben.

»[...] Das Anliegen eines großen europäischen KI-Sprachmodells ist dabei von gesellschaftlicher Relevanz, da es beim Einsatz von KI-Schlüsseltechnologie mit Blick auf eine bevorstehende technologische Disruption um die digitale Souveränität und wirtschaftliche Tragfähigkeit Europas geht, wie Dr. Nicolas Flores-Herr vom Fraunhofer IAIS als Projektleiter betont. OpenGPT-X ist Teil der Gaia-X-Initiative zum Aufbau eines KI-Sprachmodells für Europa und hatte 2021 deren Förderwettbewerb gewonnen. Auch Datenschutz soll im Projektrahmen eine größere Rolle spielen. [...]«

 

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