MINT-Förderung und Bildung

Roberta – Lernen mit Robotern

In Deutschland fehlen jedes Jahr mehrere Tausend Ingenieure, Techniker und Naturwissenschaftler. Mit seinem bewährten Schulungskonzept auf der Basis eines Roboter-Baukastensystems unterstützt die Initiative »Roberta – Lernen mit Robotern« Lehrer in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und begeistert junge Menschen schon im Schulalter für naturwissenschaftlich-technische Berufe.

Lehrerinnen und Lehrer werden bei der Wissensvermittlung in den MINT-Fächern für die Klassenstufen 5 bis 10 unterstützt. Zentrales Element ist ein gendersensitives Schulungsprogramm, das in ganz Deutschland und einigen europäischen Ländern einheitlich und qualitätsgesichert von speziell ausgebildeten Roberta-Coaches durchgeführt wird. Organisatorisches Rückgrad der Initiative ist ein Netz von »RobertaRegioZentren«, die die Durchführung von Schulungen organisieren und bei Bedarf die benötigten Roboter-Baukästen (LEGO Mindstorms) bereit stellen.

Open Roberta: Intuitiv programmieren

Um noch mehr Kinder und Jugendliche spielerisch an das Programmieren heranzuführen, hat das Team des Fraunhofer IAIS sein erfolgreiches pädagogisches Roberta-Konzept um eine innovative technische Plattform erweitert: Eine frei verfügbare, Cloud-basierte Open-Source-Software ermöglicht es Schülerinnen und Schülern ab zehn Jahren, mit Spaß und ohne technische Hürden das Programmieren zu lernen. Interaktiv entwickeln die Kinder und Jugendlichen über die einfache graphische Programmierumgebung »Open Roberta Lab« eigene Programme und spannende Experimente für LEGO® Roboter. Das »Open Roberta Lab« wird am Fraunhofer IAIS in Partnerschaft mit Google entwickelt und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Ziel ist es, noch mehr Kinder und Jugendliche für Technik zu begeistern. So lässt sich die Programmierplattform »Open Roberta Lab« über die meisten gängigen Internetbrowser nutzen. Auf diese Weise werden weder bestimmte Rechnerkonfigurationen noch Software- oder Treiber-Updates benötigt. Für Lehrkräfte und Schulen bedeutet dies eine enorme zeitliche und oft auch finanzielle Entlastung. Darüber hinaus können sich Roberta-Teacher zukünftig mit Hilfe von Tutorials selbstständig in die Programmierung einarbeiten und ihre Kenntnisse vertiefen.

Um Kindern und Jugendlichen den intuitiven Zugang zum Programmieren zu ermöglichen, ist die Programmieroberfläche einfach und übersichtlich gestaltet – ohne dabei die Funktionalität einzuschränken. So entstehen im Handumdrehen auch anspruchsvolle Programme. Die Software speichert zudem den Projektfortschritt in der Cloud, so dass die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte jederzeit von zu Hause aus weiterführen können.