Anthropomorphe Interaktionsagenten

Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS

Virtual Human

Anwendungsszenarien, in denen virtuelle Persönlichkeiten interagieren, werden für viele Bereiche immer interessanter. Virtuelle Schauspieler übernehmen Rollen in Spielfilmen oder Musikvideos und interagieren mit Menschen - die Grenzen zwischen virtueller und realer Welt verschwinden.
In Webpräsentationen können Firmen mit interaktiven Maskottchen die Identifikation mit ihrer Marke weiter aufbauen und den Kunden das Gefühl vermitteln, persönlich beraten zu werden.
Aber noch steht die Entwicklung virtueller Charaktere als persönliche Dialogpartner am Anfang. Denn bisher werden Avatare umständlich per Hand animiert und eine echte Kommunikation findet nicht statt. Hier sind neue Lösungen dringend erforderlich.

Das Projekt Virtual Human wird die vollständig autonome Planung des Animation- und Dialogverhaltens von virtuellen Charakteren in Echtzeit ermöglichen.

Ziel

Sprechende Museumsführerin von Bianca Hagebeuker

Ein generelles Virtual Human Model, das neben Grafik und Sprache auch Verhalten beschreibt, soll den Kern eines Rahmensystems bilden, das für eine Vielzahl von interaktiven Anwendungen geeignet ist. Das Modell soll durch Autoren aus dem humanistisch-künstlerischen Bereich für die jeweiligen Anwendungen adaptiert werden können.

Realisierung

Sprechende Museumführerin

Folgende Komponenten werden in diesen Projekt kombiniert:

  • das generische System, das den Kern des Rahmensystems bildet
  • das adaptierbare System, mit dem man eine Vielzahl von Einstellgrößen, wie soziale Parameter, Fähigkeiten und kommunikatives Verhalten verändern kann
  • multimodale Dialogabläufe mit Interaktionen zwischen Mensch-Maschine oder Maschine-Maschine
  • innovative Modalitäts- und Graphikverarbeitung, die natürliche multimodale Eingabetechniken ermöglichen

Anwendungen

IAIS erstellt mit den Industriepartnern die Anwendungsentwicklung. Als ein Anwendungsszenario soll ein virtueller Physiklehrer in einer virtuellen Umgebung Schülern komplexe physikalische Zusammenhänge erklären.

Förderer

BMBF, Bonn

Projektpartner

DFKI GmbH, Saarbrücken
Fraunhofer IGD, Darmstadt
ZGDV e.V., Darmstadt
Charamel GmbH, Köln
rmh - new media gmbh, Köln
OTLO VR Systeme GmbH, Rostock

Laufzeit

2002 - 2006