Presseinformation – 19. November 2012

Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS

Fraunhofer und University of Southampton erforschen gemeinsam das Web der Zukunft

Vertragsunterzeichnung Fraunhofer & University of Southampton: Professor Dame Wendy Hall, Professor Nigel Shadbold (sitzend), Professor Don Nutbeam, Professor Dr. Stefan Wrobel (stehend) © Jon Banfield

Am 19. November 2012 fiel der Startschuss für die strategische Forschungspartnerschaft der University of Southampton und der Fraunhofer-Gesellschaft auf dem Gebiet »Web Science«. Ziel ist es, neue Services und Technologien für das World Wide Web zu entwickeln. An der Kooperation beteiligt sind die Fraunhofer-Institute für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und Offene Kommunikationssysteme FOKUS.

Fachwissen länderübergreifend bündeln, ausländische Märkte erkunden und weltweit relevante Technologien für Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln – dazu setzt die Fraunhofer-Gesellschaft auf die Vernetzung mit international renommierten Forschungseinrichtungen. »Mit der University of Southampton in Großbritannien gewinnen wir einen führenden Partner in der Internetforschung. Die langjährige Expertise der Universität verbinden wir durch die Kooperation mit der angewandten Forschungskompetenz der Fraunhofer-Institute in der Entwicklung intelligenter Informations- und Kommunikationssysteme«, erklärt Prof. Dr. Ulrich Buller, Forschungsvorstand der Fraunhofer-Gesellschaft und Vorsitzender der Fraunhofer UK Research Limited. 

Beim ersten gemeinsamen Forschungsprojekt konzentriert sich das Wissenschaftlerteam auf fünf Schwerpunkte: Im Bereich »Open Data« untersuchen die Partner, wie sich öffentlich zugängliche Daten, zum Beispiel im e-Business und im e-Government, effizient nutzen lassen. »Web Observatory« beschäftigt sich damit, Informationen im Internet zu identifizieren, zu analysieren und aufzubereiten – etwa um Trendentwicklungen vorherzusagen. Um kollektive Zusammenarbeit geht es beim Punkt »Social Collaboration & Crowd Sourcing«. Offene, digitale Plattformen sollen in Zukunft neue Prozesse der Ideenfindung durch die breite Öffentlichkeit ermöglichen. Das Feld »Dynamic Web Objects« hat zum Ziel, das Wesen, Verhalten und die Lebenszyklen dynamischer Medienobjekte zu verstehen, um sie für Organisationen nutzbar zu machen. Bei »Internet Services« schließlich geht es darum, fortschrittliche, vertrauenswürdige Services zu entwickeln, die den Informationsfluss in Organisationen verbessern.

Auf Seiten der University of Southampton arbeiten die renommierten Professoren Dame Wendy Hall (Ph.D.) und Nigel Shadbold (Ph.D.) im Projekt mit. Enge Verbindungen bestehen auch zu Professor Sir Timothy Berners-Lee, dem Erfinder des World Wide Web, der ebenfalls einen Lehrstuhl an der Fakultät hat. Die Universität gehört zu den wegweisenden Forschungsinstitutionen im Bereich Web Science. Die beiden Fraunhofer-Institute FOKUS und IAIS entwickeln seit vielen Jahren innovative Informations- und Kommunikationssysteme für Industrieunternehmen und öffentliche Organisationen. Dabei bringt das Fraunhofer IAIS vor allem seine Kompetenzen in der Analyse großer Datenbestände, der Wissenserschließung und Computer Vision in die Kooperation ein. Das Fraunhofer FOKUS ergänzt die Zusammenarbeit um seine Forschungsschwerpunkte eGovernment und Open Data.

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