Presseinformation
vom 11. Dezember 2009
Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS
IAIS erläutert Joseph-von-Fraunhofer’s Werk im Deutschen Museum München
Forschung erleben dank interaktiver Visualisierung im „Zentrum für neue Technologien“
Die Tore des »Zentrums für Neue Technologien« (ZNT) im Deutschen Museum stehen nach drei Jahren umfassender Vorbereitungen nun dem Publikum offen. Den Besuchern bietet sich eine hochmoderne Plattform für aktuelle Themen aus Naturwissenschaft und Technik dank Fraunhofer IAIS nicht nur visuell, sondern auch virtuell.
Kern des ZNT ist eine Dauerausstellung zur Nano- und Biotechnologie: Sie liefert einen breiten Überblick – von den Grundlagen bis hin zu den neuesten Anwendungen. Drei Labore, temporäre Themeninseln, ein Veranstaltungsforum und zwei Sonderausstellungen bieten den Besuchern viel Stoff, ihren Wissensdurst zu stillen. Vor allem junge Menschen sollen mit interaktiven Stationen und einem Dialogforum nicht nur informiert, sondern unterhalten werden.
Das dürfte auch dank eines Beitrags des Fraunhofer IAIS gelingen: Dessen Abteilung »Virtual Environments« hat für das Deutsche Museum eine Methode zur dreidimensionalen Erfassung von Museumsbeständen entwickelt. Am Beispiel des Original-Spektrometers von Josef von Fraunhofer können Neugierige die Vorzüge virtueller Exponate in der Ausstellung erleben. Am virtuellen Fraunhofer Spektralapparat wird auf einem interaktiven Bildschirm ein dreidimensionales Modell des Originals dargestellt. Frei im Raum beweglich kann der Besucher nun das Objekt aus allen Blickwinkeln unter die Lupe nehmen. Auch in Sachen Funktionalität steht das virtuelle Artefakt dem Original in nichts nach: Wie beim echten Spektrometer können die Besucher am dreidimensionalen Modell mit der Brechung von Sonnenlichtstrahlen durch unterschiedliche Prismen experimentieren. Mit Hilfe dieser Technologie erschließen sich dem Besucher Möglichkeiten des Selbststudiums, die mit vergleichbarer Leichtigkeit an realen Exponaten nicht zu realisieren sind.
Natürlich zeigt Fraunhofer im ZNT auch auf anderen Gebieten seine Kompetenzen: Fünf Partnergeschichten in der Kernausstellung wollen entdeckt werden. »Eine Maschine zur Zellprogrammierung« präsentiert das Fraunhofer IBMT. Mit deren Hilfe kann die Umgebung einer Zelle im Labor naturgetreu nachgebaut werden, so dass Stammzellen zu Muskel- oder Nervenzellen programmiert werden können. Die weiteren Fraunhofer-Exponate behandeln »Verfahrenstechnik für Zellkulturen«, »molekulare Erkennung mit Nanopartikeln« (beide Fraunhofer IGB), »EUV-Technologie für die Chips von morgen« (Fraunhofer ILT) sowie »die Werkstoffküche der ORMOCER®e« (Fraunhofer ISC).
Zum Fraunhofer-Auftritt im ZNT zählt außerdem ein Partnerstand, umgeben von einer »Materialbank«. Diese besteht aus 600 miteinander verbundenen Platten und zeigt verschiedene innovative Materialien vor allem für den Dekorbereich, etwa durchgefärbte mitteldichte Faserplatten (Fraunhofer WKI). Auf dem Stand befindet sich eine interaktive Exponatssäule. Sie stellt im Wechsel verschiedene Projekte der Institute vor, derzeit z.B. die Gesichtserkennungssoftware SHORETM des Fraunhofer IIS. Mehr Hintergründe bietet nicht zuletzt auch ein Infoterminal, an dem sich Fraunhofer den Besuchern in drei Imagefilmen vorstellt.
Ob junger Entdecker oder erfahrener Forscher: Das ZNT im Deutschen Museum hält garantiert für all seine Besucher eine spannende Entdeckung bereit.


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