Presseinformation vom 20. Oktober 2009
Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS
Ständig unter Strom
Durch IRRIIS werden kritische Infrastrukturen zuverlässiger
Nach Abschluss des Forschungsprojektes IRRIIS kann das Fraunhofer IAIS neue Ergebnisse vorzeigen, um die Störanfälligkeit kritische Infrastrukturen (wie Telekommunikation, Strom- und Wasserversorgung) zu reduzieren. Dazu entwickelten die Forscher eine Simulationsumgebung, mit welcher die Abhängigkei-ten zwischen den Infrastrukturen analysiert werden konnte.
Am 6. und 7. Oktober 2009 wurde im Rahmen des „Final Review“ am Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS in Sankt Augustin/Bonn das EU-Projekt IRRIIS abgeschlossen. Das IRRIIS Projekt (Integrated Risk Reduction of Information-based Infrastructure Systems) war ein Integriertes Projekt innerhalb des sechsten EU Rahmenprogramms. Ziel des Projektes war die wesentliche Verbesserung der Zuverlässigkeit von großen kritischen Infrastrukturen wie Energienetzen oder Telekommunikationssystemen. Heutzutage sind die Risikofaktoren innerhalb einer einzelnen kritischen Infrastruktur gut zu beherrschen, jedoch sind die Abhängigkeiten zwischen verschiedenen kritischen Infrastrukturen weiterhin ein massives Problem. Daher wurde in IRRIIS ein ganzheitlicher Ansatz entwickelt, welcher eine integrierte Risikoanalyse und ein integriertes Risikomanagement beinhaltet.
Die wichtigsten Ergebnisse des Projektes sind:
- Entwicklung von neuen holistischen Methoden und Modellen zur Abhängigkeitsanalyse kritischer Infrastrukturen, welche von Stromnetzbetreibern, Telekommunikationsnetzbetreibern, Öl- und Gasversorgern etc. adaptiert werden können.
- Entwicklung einer neuen Generation von Simulationen zum Abbilden von Abhängigkeiten bei Infrastrukturen: Dies ist zum einen der Simulator SimCIP (Federated Simulator for high fidelity simulations) und zum anderen der Simulator PIA (Preliminary Interdependency Analysis), welcher mit stochastischen Analysen arbeitet.
- Neue Verfahren der Risikoabschätzung, verbesserte Entscheidungsunterstützungssysteme, neue Kommunikationssysteme zwischen kritischen Infrastrukturen, vorbeugende und abwehrende Maßnahmen beim Umgang mit voneinander abhängigen kritischen Infrastrukturen. All die obigen Ergebnisse verdienen besondere Beachtung in einer sich schnell verändernden Welt mit neuen Technologien, sich verändernden Märkten und neuen politischen und regulativen Randbedingungen im Bereich kritischer Infrastrukturen.
Das Projekt brachte verschiedene Forschungs- und Industriepartner aus zehn europäischen Ländern zusammen. Unter ihnen sind Schlüsselfirmen der Telekommunikation wie Telecom Italia und Alcatel-Lucent, Betreiber von elektrischen Infrastrukturen wie Red Electrica d’Espagna und ACEA Rom sowie Technologielieferanten wie Siemens oder die Spanish Groupo AIA. Fraunhofer IAIS war der Koordinator des Ge-samtprojektes und darüber hinaus verantwortlich für die Simulationstechnologie (SimCIP).
Das IRRIIS Konsortium kann Unternehmen und Organisationen bei der Nutzung der IRRIIS Ergebnisse unterstützen.

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