Responsive Workbench® - Virtuelle Arbeitsumgebung
Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS
Die Responsive Workbench™ ist ein semi-immersives Projektionssystem zum Arbeiten in virtuellen Umgebungen. Diese Arbeitsumgebung wurde 1993 von Dr. Wolfgang Krüger an der GMD, heute Fraunhofer IAIS entwickelt. Als Arbeitssystem für virtuelle Umgebungen wird es weltweit erfolgreich eingesetzt.
Am IAIS werden in seinen Labors zwei zweiseitige Responsive Workbench™ zur Entwicklung neuer Visualisierungs- und Interaktionstechniken und zur Erforschung verteilter virtueller Umgebungen verwendet.
Ergebnis
Unter der Bezeichnung Responsive Workbench® hat die Firma BARCO 1993 zusammen mit der GMD diese 3D-Tischflächenprojektion entwickelt. Die ca. 1,80 m x 1 m große einkanalige Projektionsfläche ist um ca. 10°-45° nach vorne geneigt, um eine bessere Betrachtungsmöglichkeit zu bieten. Durch ein elektromagnetisches Tracking-Systems kann der Benutzer um das stereoskopisch dargestellte Objekt herumgehen oder sogar darin eintauchen. Das Bild wird in Echtzeit für den jeweiligen Betrachterstandpunkt berechnet.
Auf den Entwicklungen des Forschungsteams von Wolfgang Krüger aufbauend, entstand 1994 am NRL/ITD VR Lab die erste RWB in den USA .
Ansatz
Virtuelle Objekte werden auf einem horizontalen Display in der Form eines Arbeitstischs dargestellt. Das stereoskopische Bild wird von der Rückseite auf die Tisch- bzw. Arbeitsfläche projiziert. Die Benutzer des Systems tragen Shutter-Brillen zur dreidimensionalen Wahrnehmung der Objekte, die auf dem Tisch liegen oder darüber schweben.
Eine 1997 entwickelte zweiseitige RWB verfügt über ein horizontales und ein vertikales Display, die nahtlos aneinandergefügt sind. Dadurch können virtuelle Objekte jetzt erstmalig größer und auch in Augenhöhe des Benutzers dargestellt werden. Dies erweitert den Einsatzbereich des Responsive Workbench-Systems ganz erheblich: Neue Anwendungsbereiche wie Teleconferencing werden erschlossen.
Anwendungen
In den Bereichen Automobilindustrie, Medizin, Inginieurwesen und Design werden folgende Anwendungen ermöglicht:
- dreidimensionale Simulationen fluider Dynamiken
- interaktive Steuerung
- Oberflächenmodellierung
- molekulare Modellierung





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